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Börsen unter Druck nach Kurssturz bei Beyond Meat

Techwerte schwächeln, Sanktionen treiben Ölpreis und belasten asiatische Märkte

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Börsen unter Druck nach Kurssturz bei Beyond Meat

Anleger starteten in den Donnerstag mit Nervosität, nachdem nachbörsliche Verluste bei Technologiekonzernen und stark spekulativen Aktien die Stimmung belastet hatten. Besonders im Fokus stand Beyond Meat, dessen Aktienkurs um 11,4 Prozent einbrach. Das Unternehmen, bekannt für seine pflanzlichen Fleischalternativen, hatte zuvor eine Woche mit extremen Kursbewegungen erlebt. Ein Ansturm von Privatanlegern hatte den Kurs des stark leerverkauften Papiers zeitweise um bis zu 1.479 Prozent nach oben getrieben, bevor die Gegenbewegung einsetzte.

Auch andere bekannte Unternehmen gerieten unter Druck. Der Elektroautohersteller Tesla verlor nachbörslich 3,8 Prozent, nachdem die veröffentlichten Quartalsgewinne hinter den Erwartungen der Analysten zurückgeblieben waren, obwohl das Unternehmen im dritten Quartal einen Rekordumsatz erzielt hatte. Der Streaminganbieter Netflix verzeichnete einen Kursrückgang von mehr als 10 Prozent, nachdem Investoren sich enttäuscht über den Ausblick für das kommende Quartal zeigten.

Trotz der schwachen Entwicklung einiger Technologieriesen übertrafen die meisten bislang berichtenden Unternehmen die Schätzungen der Analysten. Diese positive Tendenz half den Terminkontrakten auf den S&P 500, im asiatischen Handel um 0,2 Prozent zuzulegen, nachdem US-Aktien an den beiden vorangegangenen Handelstagen Verluste verzeichnet hatten.

In Asien sorgten dagegen geopolitische Nachrichten für Unruhe. Chinesische Aktien gaben zeitweise um 1,1 Prozent nach, bevor sie sich teilweise erholten. Hintergrund war ein Bericht, wonach die US-Regierung erwägt, eine Reihe softwarebasierter Exporte nach China zu beschränken, um auf Pekings jüngste Maßnahmen zur Begrenzung des Exports seltener Erden zu reagieren. Der breite MSCI-Index für den asiatisch-pazifischen Raum außerhalb Japans verringerte seine Verluste auf 0,6 Prozent, nachdem US-Präsident Donald Trump erklärt hatte, er erwarte weiterhin eine Einigung mit Chinas Staatschef Xi Jinping bei einem Treffen in Südkorea in der kommenden Woche.

Auch auf den Energiemärkten zeigten sich deutliche Reaktionen. Der Preis für die Nordseesorte Brent stieg um 2,7 Prozent auf 64,28 Dollar pro Barrel, nachdem die US-Regierung neue Sanktionen gegen die russischen Ölkonzerne Lukoil und Rosneft im Zusammenhang mit dem Ukraine-Konflikt verhängt hatte.

Zu Handelsbeginn in Europa zeigten sich die Märkte verhalten. Die paneuropäischen Futures notierten nahezu unverändert, während die deutschen DAX-Futures um 0,2 Prozent und die britischen FTSE-Futures um 0,1 Prozent nachgaben. Investoren richteten ihren Blick auf eine Reihe bevorstehender Unternehmensberichte, darunter von Lloyds Banking Group, Unilever, Intel, Freeport-McMoRan, T-Mobile US und Blackstone, sowie auf neue Wirtschaftsdaten und Anleiheauktionen in mehreren europäischen Ländern.

AktienmarktTeslaBeyond MeatNetflix

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