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Boeing plant Designänderungen nach Flugvorfall

Fehlende Bolzen verursachten Verlust eines Rumpfteils bei Alaska Airlines.

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Boeing plant Designänderungen nach Flugvorfall

Der US-amerikanische Flugzeughersteller Boeing plant nach einem Zwischenfall bei Alaska Airlines Designänderungen an seinen Flugzeugen. Anfang des Jahres verlor eine Maschine während des Fluges ein Rumpfteil, an dem laut der US-Luftfahrtbehörde FAA vier Befestigungsbolzen fehlten. Unklar ist, wer diese Bolzen entfernt hat. Boeing kündigte an, dass die Designänderungen innerhalb eines Jahres umgesetzt und in der gesamten Flotte nachgerüstet werden sollen, um zukünftige Vorfälle dieser Art zu verhindern. Der Vorfall hat den Ruf von Boeing stark beschädigt und zu einem zweiwöchigen Flugverbot für die Boeing 737 MAX 9 geführt. Zudem wurden strafrechtliche Ermittlungen eingeleitet und mehrere Manager traten zurück.

An dem fraglichen Rumpfteil fehlten vier Befestigungsbolzen, wie die US-Unfallermittlungsbehörde NTSB bei einer Anhörung mitteilte. Die Bolzen waren noch vorhanden, als der Rumpf vom Zulieferer Spirit an Boeing geliefert wurde. Sie wurden bei Boeing entfernt, um Nacharbeiten an fünf daneben liegenden Nieten vorzunehmen, aber nicht wieder angebracht. Die betroffene Boeing 737 MAX 9 wurde später ohne die Bolzen an Alaska Airlines ausgeliefert. Wenige Monate später brach das Rumpfteil, das eine Türöffnung verdeckt, kurz nach dem Start heraus. Acht der 171 Menschen an Bord erlitten leichte Verletzungen.

Boeing geriet nach dem Vorfall unter starken Druck, seine Qualitätskontrollen zu verbessern. Das Unternehmen plant, den Zulieferer Spirit zurückzukaufen, um die Qualitätsprobleme in den Griff zu bekommen. Die US-Verkehrssicherheitsbehörde und Boeing teilten mit, dass bisher nicht geklärt werden konnte, wer die Türabdeckung während der Produktion abgenommen, die Bolzen entfernt und die Abdeckung wieder angebracht hat. Zwei Mitarbeiter, die beteiligt gewesen sein sollen, wurden beurlaubt. Boeing wird das Design so ändern, dass die Tür nur geschlossen werden kann, wenn die Bolzen sicher und fest sitzen, erklärte Elizabeth Lund, Leiterin der Qualitätssicherung bei Boeing.

Ein Manager von Spirit erläuterte, dass ein Rumpf für die 737-Modelle aus rund 18.000 Bauteilen besteht und etwa 200.000 Befestigungselemente benötigt. Spirit baut die Rümpfe für alle 737-Flugzeuge zusammen. Die NTSB-Experten haben den Auftrag, möglichen Unfällen im Verkehr auf den Grund zu gehen. Ihre Schlussfolgerungen haben Gewicht und Konsequenzen, auch wenn sie nur Empfehlungen aussprechen können. Zu Beginn der Anhörung in Washington erläuterten Boeing und Spirit ausführlich ihre Produktionsverfahren und Fehlerkorrekturen. Dabei wurde deutlich, dass es mehr Unterlagen zu den Arbeiten an dem Rumpfteil geben sollte als zunächst vorgelegt wurden. Die Behördenchefin Jennifer Homendy betonte, dass alle Fragen geklärt werden sollen.

LuftverkehrBoeingAlaska AirlinesSicherheit

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