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Boeing 737 Max: Produktion weiter ausgesetzt

Streikfolgen und juristische Hürden belasten den Flugzeugbauer erheblich

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Boeing 737 Max: Produktion weiter ausgesetzt

Der US-amerikanische Flugzeughersteller Boeing hat die Produktion seines Verkaufsschlagers, der 737 Max, nach einem wochenlangen Streik bislang nicht wieder aufgenommen. Nach Angaben des Leiters der US-Luftfahrtbehörde FAA, Michael Whitaker, liege der Fokus des Unternehmens derzeit auf der Ausbildung der Belegschaft und der Sicherstellung der Lieferketten. Whitaker äußerte sich in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters und gab an, dass Boeing plane, die Produktion noch im Laufe dieses Monats schrittweise wieder aufzunehmen. In der vergangenen Woche traf sich Whitaker mit Boeing-CEO Kelly Ortberg und besuchte das Werk in Renton, Washington, um sich einen Überblick über die Lage zu verschaffen.

Die Boeing 737 ist das wirtschaftlich wichtigste Modell des Unternehmens. Ein verzögerter Neustart der Produktion könnte sich erheblich auf die finanzielle Lage des Flugzeugbauers auswirken. Trotz der Ankündigungen zur Wiederaufnahme der Produktion verzeichneten die Aktien des Unternehmens am Donnerstag einen Rückgang um ein Prozent.

Parallel zur Produktionspause sorgt ein Gerichtsverfahren für zusätzliche Herausforderungen. Ein US-Richter hat kürzlich eine Einigung zwischen Boeing und der US-Regierung abgelehnt, die dem Unternehmen die Vermeidung eines Gerichtsverfahrens im Zusammenhang mit zwei tödlichen Abstürzen des Modells 737 Max ermöglicht hätte. Diese Unfälle, die sich im Oktober 2018 und März 2019 ereigneten, forderten insgesamt 346 Menschenleben.

Im Rahmen dieser Einigung hatte sich Boeing im Juli schuldig bekannt, bei der Zertifizierung von Flugzeugen die Regierung getäuscht zu haben. Teil der Vereinbarung wären eine weitere Millionenstrafe und die Einsetzung eines Aufsehers durch das Justizministerium gewesen. Familien der Absturzopfer hatten diese Einigung jedoch scharf kritisiert und strengere Sanktionen gefordert, darunter Milliardenstrafen und weitreichendere Konsequenzen für den Konzern.

Bereits zuvor hatte Boeing mit der Zahlung einer Strafe von 243,6 Millionen Dollar sowie der Einführung eines Compliance- und Ethikprogramms eine Strafverfolgung abgewendet. Trotz dieser Maßnahmen bleibt das Unternehmen durch die anhaltenden juristischen und wirtschaftlichen Herausforderungen unter Druck.

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