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Big Tech im Fokus: Amazon, Alphabet, Meta und Microsoft legen Zahlen vor

Am Mittwoch nach Börsenschluss berichten vier der schwergewichtigsten S&P-500-Konzerne – mit hohen Erwartungen und großem Markteinfluss.

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Big Tech im Fokus: Amazon, Alphabet, Meta und Microsoft legen Zahlen vor

Der wichtigste Tag der laufenden Berichtssaison für das erste Quartal 2026 ist gekommen. Amazon, Alphabet, Meta Platforms und Microsoft präsentieren ihre Quartalsergebnisse am Mittwoch nach Börsenschluss. Die vier Tech-Giganten repräsentieren laut Daten von FactSet zusammen mehr als 10% der gesamten Marktkapitalisierung des S&P 500 – ihre Zahlen haben damit nicht nur Signalwirkung für den Technologiesektor, sondern für den gesamten US-Aktienmarkt.

Die Erwartungen sind hoch, doch die Erinnerung an die letzte Berichtssaison mahnt zur Vorsicht. Nach den Q4-Ergebnissen brachen Amazon-Aktien um mehr als 5% ein, Microsoft verlor nach der Veröffentlichung Ende Januar fast 10% an Wert. Alphabet gab leicht nach. Einziger Lichtblick war Meta Platforms, das mit einem Kurssprung von rund 10% positiv überraschte. Dabei hatten drei der vier Unternehmen damals besser als erwartet ausgefallene Gewinne gemeldet – das Nettoergebnis von Amazon lag lediglich knapp unter dem Konsens.

Uneinheitliche Performance seit den Q4-Zahlen

Seitdem verlief die Kursentwicklung der vier Titel sehr unterschiedlich. Amazon hat sich nicht nur von seinem Kursrückgang nach den Q4-Zahlen erholt, sondern legte seither sogar um mehr als 24% zu. Alphabet gewann in diesem Zeitraum ebenfalls mehr als 8% hinzu. Meta hingegen verlor rund 6% an Boden, während Microsoft weiterhin in einer Schwächephase verharrt und leicht nachgab.

Diese Entwicklungen haben direkte Konsequenzen für die Erwartungshaltung der Anleger. Für Amazon und Microsoft liegt die Messlatte entsprechend hoch – ein bloßes Übertreffen der Konsensschätzungen könnte möglicherweise nicht ausreichen, um die Kurse weiter anzutreiben. Bei Meta bleiben die Erwartungen trotz des jüngsten Kursrückgangs hoch. Microsoft hingegen könnte bei soliden Zahlen neuen Auftrieb erhalten, da die Aktie zuletzt unter Druck stand.

Analyst sieht zwei positive Treiber

Martin Roberge, Portfoliostratege bei Canaccord Genuity, zeigt sich dennoch optimistisch. Er nennt zwei konkrete Faktoren, die für ein starkes Abschneiden der Hyperscaler sprechen könnten. Canaccord hat Daten zusammengestellt, die zeigen, dass sich die Ausgaben für digitale Werbung im ersten Quartal beschleunigt haben – ein direkter Rückenwind für Alphabet und Meta.

„Eine weitere Stärke dürfte aus dem Bereich der Rechenzentren kommen, da die Mietpreise für GPUs im ersten Quartal um 20% gestiegen sind", sagte Roberge. „Kurz gesagt: Die Nachfrage nach Rechenleistung sieht stark aus, während das Angebot begrenzt bleibt, was den Hochlauf der Investitionsausgaben rechtfertigt." Er ergänzte, dass der Markt den Hyperscalern die hohen Investitionen vorerst nachsehe, obwohl die Unternehmen zunehmend auf Schulden setzten.

Weichenstellung für den gesamten Aktienmarkt

Die Bedeutung dieser Quartalszahlen geht weit über die einzelnen Unternehmen hinaus. Ein starkes Abschneiden der vier Tech-Giganten würde den jüngsten Anstieg des US-Aktienmarktes auf Allzeithochs bestätigen und das Vertrauen der Anleger in die Wachstumsstory rund um Künstliche Intelligenz und Cloud-Computing stärken. Sollten die Hyperscaler jedoch erneut enttäuschen, könnten die Verluste laut Marktbeobachtern drastisch ausfallen – angesichts ihres Gewichts im S&P 500 mit spürbaren Folgen für den Gesamtmarkt.

Für deutsche Privatanleger, die über ETFs oder direkte Aktienpositionen in US-Technologiewerte investiert sind, ist der heutige Abend damit ein wichtiger Termin. Die Ergebnisse werden nach Börsenschluss in den USA veröffentlicht – erste Reaktionen sind in der Regel noch in der Nacht auf Donnerstag an den Terminmärkten ablesbar.

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