ANZEIGE

BHP nimmt Tarifverhandlungen in Port Hedland wieder auf

Der Bergbauriese verhandelt erneut mit Gewerkschaften – während Streikgefahr und Arbeitskampfmaßnahmen den weltgrößten Eisenerzhafen bedrohen.

•• 3 Min
BHP nimmt Tarifverhandlungen in Port Hedland wieder auf

BHP hat die Gespräche mit den Combined Ports Unions wieder aufgenommen, die rund 450 Arbeiter im westaustralischen Port Hedland vertreten. Der weltgrößte börsennotierte Bergbaukonzern befindet sich seit mehr als sieben Monaten in Verhandlungen, um eine vierjährige Betriebsvereinbarung zu erzielen. Port Hedland ist der weltweit größte Exporthafen für Eisenerz – täglich werden dort BHP-Produkte im Wert von 80 Millionen US-Dollar verschifft.

Die Situation ist angespannt: Am vergangenen Donnerstag legten nach Schätzungen der Gewerkschaft „weit über" 100 Arbeiter in den Eisenerzbetrieben für acht Stunden die Arbeit nieder. Die Combined Ports Unions, die drei Gewerkschaften vertritt, hatte ursprünglich mit bis zu 200 Streikenden gerechnet. Die Arbeitsunruhen betreffen Beschäftigte aus den Bereichen Betrieb und Instandhaltung.

BHP setzt auf unabhängige Schlichtung

BHP betonte in einer Stellungnahme seinen Willen zur konstruktiven Einigung: „Unser Fokus liegt weiterhin darauf, konstruktive Fortschritte in Richtung fairer und angemessener Vereinbarungen zu erzielen." Der Konzern spricht sich dabei ausdrücklich für die Einbeziehung der unabhängigen Fair Work Commission aus – einer australischen Branchenaufsichtsbehörde, die den Verhandlungsprozess unterstützen und letztlich als finaler Schiedsrichter fungieren kann.

„Wir sind entschlossen, die Verhandlungen über neue Arbeitsvereinbarungen in unseren Eisenerzbetrieben in gutem Glauben fortzusetzen", erklärte BHP weiter. Das Unternehmen sieht die Einbindung der Kommission als „konstruktivsten Weg, um das beste Ergebnis zu erzielen."

Aus Investorensicht hält sich die Besorgnis bislang in Grenzen. Andy Forster, Portfoliomanager bei Argo Investments – einem Unternehmen, das BHP-Aktien hält – kommentierte die Lage nüchtern: „Bisher scheint es den Betrieb nicht allzu sehr gestört zu haben." Er räumte jedoch ein: „Es ist eindeutig besorgniserregend, wenn dies zu weiteren Maßnahmen und mehr Unterbrechungen führt." Die Auswirkungen schienen bislang begrenzt, und BHP wirke hoffnungsvoll, dass eine Einigung erzielt werden könne.

Gewerkschaften beklagen stagnierende Löhne

Im Kern des Konflikts stehen Lohnforderungen und Arbeitsbedingungen. Die Electrical Trades Union (ETU), die die Elektriker im Hafen der Pilbara-Region vertritt, fordert im Durchschnitt zusätzliche 25.000 australische Dollar (rund 17.510 US-Dollar) pro Kopf für die 450 betroffenen Arbeiter.

Die Gewerkschaft kritisiert, dass sogenannte „Fly-in-Fly-out"-Stellen – bei denen Arbeiter mit dem Flugzeug zu abgelegenen Minenstandorten pendeln und dabei Zeit mit der Familie verpassen – nicht mehr mit den Bedingungen in den Städten konkurrieren könnten. „In der Vergangenheit konnten Arbeiter ihren Lohn aus Perth verdoppeln, wenn sie in der Pilbara-Region arbeiteten. Das ist nicht mehr der Fall", so die ETU.

Eine Analyse der Gewerkschaft ergab, dass die Löhne für langjährige Mitarbeiter in den Eisenerzbetrieben von BHP in den letzten fünf bis sechs Jahren weitgehend stagnierten – trotz stetigen Unternehmenswachstums und steigender Lebenshaltungskosten in regionalen und abgelegenen Gebieten. Besonders kritisch sieht die ETU die Lohnpolitik bei Neueinstellungen: „Im Gegensatz dazu werden Neueinstellungen höhere Sätze angeboten, um sie an den Standort zu locken, was oft zu einer Zwei-Klassen-Belegschaft führt, in der Erfahrung unterbewertet und Gerechtigkeit untergraben wird."

Eskalation droht – Elektriker stimmen für Streik

Die Lage könnte sich weiter verschärfen: In der vergangenen Woche stimmten Elektriker, die das Hochspannungsnetz von BHP in der westaustralischen Pilbara-Region warten, mit überwältigender Mehrheit für Streikmaßnahmen. Sie sollen sich am Donnerstag mit BHP zu weiteren Gesprächen treffen. Für Anleger und Marktbeobachter bleibt die Entwicklung in Port Hedland damit ein wichtiger Faktor – schließlich hängt ein erheblicher Teil von BHPs Eisenerzproduktion von einem reibungslosen Betrieb des Hafens ab.

BHPPort HedlandEisenerzStreikGewerkschaftPilbaraTarifverhandlungenFair Work Commission

Meistgelesene News

  1. Galeria-Insolvenz: Schicksal von 12.000 Jobs hängt an BA-Entscheidung
  2. Börsenkorrektur kommt unweigerlich: So bereiten sich Anleger richtig vor
  3. Gaming und Wetten: Krypto-Klage, GTA 6 und Aktivisten-Investor im Fokus
  4. Pieper sieht veränderte Marktstruktur als Treiber heftiger Kursausschläge
  5. Take-Two-Aktie vor GTA-6-Release: Chance oder Risikofalle?

Disclaimer


Wichtiger Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen dieser Publikation Interessenkonflikte bestehen:

1. Die Stock Market Media Ltd. und ihr nahestehende Personen besitzen Aktien der hier empfohlenen Gesellschaften und beabsichtigen, diese im Rahmen und zu jedem Zeitpunkt dieser Empfehlung zu verkaufen. Hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

2. Der Herausgeber dieser Publikation, sowie die verantwortlichen Redakteure erhalten für die Erstellung eine finanzielle Vergütung. Auch hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

3. Beachten Sie auch die weitergehenden Ausführungen zu bestehenden Interessenkonflikten im nachfolgenden Disclaimer, u.a. unter Ziff. 2.

Wichtige Informationen und Pflichtmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie gemäß Finanzanlageverordnung (FinAnV).

Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit als Ersteller von Anlagestrategieempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder von Anlageempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, (bisher „Finanzanalysen“) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) gemäß WpHG angezeigt. Die Pflichten der Stock Market Media Ltd. regeln sich primär nach den §§ 85, 86 WpHG, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958.

Angaben über den/die Ersteller dieser Publikation:
Verantwortlich für die Erstellung der Texte und Inhalte dieser Publikation ist Herr Roberto Gonçalves de Albuquerque, als Analyst und Chefredakteur. Herausgeber ist die Stock Market Media Ltd., 405 Kings Road, Flat 600, London; SW10 0BB, Vereinigtes Königreich, vertreten durch den Director Roberto Gonçalves de Albuquerque.

Wichtige Hinweise zur Erstellung dieser Veröffentlichung:
Diese Veröffentlichung enthält sowohl Tatsachen und Fakten zu den besprochenen Unternehmen, als auch rein subjektive Werturteile, Interpretationen, Schätzungen, Hochrechnungen, Vorhersagen und Preisziele. Diese versuchen wir, möglichst transparent voneinander abzugrenzen, um irreführende Angaben zu vermeiden. Recherche, Aufbereitung und Formulierung erfolgen dabei unter Einsatz gängiger digitaler und KI-gestützter Hilfsmittel; die inhaltliche Prüfung und die redaktionelle Verantwortung liegen bei uns. Die wesentlichen Grundlagen und Maßstäbe unserer Werturteile und Bewertungen, der besprochenen Aktien, basieren auf folgender Vorgehensweise:

Beurteilung und Bewertung von Unternehmen nach herkömmlichen Bewertungsmethoden (grundlegender Bewertungsansatz)

  • Einschätzung des Potentials der zukünftigen Unternehmensentwicklung (Wachstumsansatz) und Hochrechnung auf das entsprechende Bewertungspotential (Kurs-Potential-Analyse) sowie einer möglichen Unternehmens-Aktien-Bewertung aufgrund potentieller Gewinnerwartungen (KGV Hochrechnung)
  • Einschätzung des von uns erwarteten Best-Case-Szenarios im absoluten Erfolgsfall des Unternehmens (Blue-Sky-Potential-Ansatz)
  • Effekt der von uns erwarteten, gesteigerten Bekanntheit der empfohlenen Aktie auf den Aktienkurs durch einen starken Anstieg der Nachfrage am Markt (insbesondere maßgeblich bei marktengen oder neu bzw. erstmals empfohlenen Aktien) aufgrund der von uns oder Dritten veröffentlichten Publikationen (meistens Kaufempfehlungen), (Multiplikator- / Momentum-Effekt, Hype), dadurch überproportional steigende Rendite/Aktienkurs bei entsprechend steigendem Risiko
  • Technische Analyse des Aktienkurses gemäß gängiger Analyse-Methoden, meist zur Voraussage von Kurs-Signalen (Kauf- oder Verkaufssignal, Ausbruch der Aktie, Festlegung von Kurszielen, Unterstützungs- oder Widerstandsbereichen, erwarteten Mindestbewegungen oder Mindest-Gegenbewegungen, Voraussage von Signalpunkten (wenn-dann), etc.), größtenteils auf der erwarteten Massenpsychologie aufbauend. (technischer Ansatz).

Herkömmliche Bewertungsansätze sind bei jungen oder noch umsatzlosen Unternehmen oft schlecht sinnvoll anwendbar. Daher stützen wir uns bei der Bewertung von solchen Unternehmen tendenziell auf die von uns errechnete Potential-Analyse, sowie die Einschätzung der Nachfrage nach solchen Aktien am Kapitalmarkt. Letztendlich entscheidet der Markt über den Aktienkurs eines Unternehmens. Entsteht durch umfangreiche Empfehlungen einer Aktie, eine exzessive Nachfrage nach dieser, ist es möglich, dass der Aktienkurs bei einem hohen Handelsvolumen überdurchschnittlich steigt. Dies führt zwar zu extremen Gewinnmöglichkeit, erhöht jedoch entsprechend das Risiko einer Blasenbildung mit entsprechendem Kursrückgang. Durch die gesteigerte Volatilität der Aktie in solchen Situationen ergeben sich überdurchschnittliche Gewinn- und Verlustmöglichkeiten, sowohl in beide Handelsrichtungen als auch bei wiederkehrenden Gegenbewegungen. Auch solche Marktentwicklungen sind ein wichtiger Teil unserer Handelsempfehlungen und Bewertungsansätze.

Diese Publikation befasst sich ausschließlich mit überdurchschnittlich volatilen Werten mit hohem Gewinn- und auch Verlustpotential.

Hinweis zu Informationsquellen:
Die Zuverlässigkeit von Informationsquellen wird von uns vor deren Verwendung ausführlich geprüft und von uns entsprechend ihrer Glaubwürdigkeit und Bedeutung subjektiv bewertet. Dabei entscheiden wir nach eigenen Maßstäben, welche Quellen wir für relevant, zu konservativ oder zu optimistisch halten. Letztendlich legen wir unsere Empfehlungen aufgrund unserer persönlichen Einschätzungen fest. Bei der Informationsbeschaffung greifen wir auf zahlreiche öffentlich zugängliche Quellen zurück wie z.B. Pressemitteilungen, Ad-Hoc-Mitteilungen, Unternehmensmeldungen, Firmenpräsentationen, Publikationen und Artikeln zum besprochenen Unternehmen, gängige Finanzmedien im In- und Ausland sowie auf Unternehmens- oder Branchen-Analysen Dritter.

In unseren Publikationen werden ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen und Quellen, sowie vom Unternehmen selbst verbreitete Informationen verwendet.

Hinweis zu bestehenden Interessenkonflikten:
Wir weisen hiermit darauf hin, dass Gesellschafter, Redakteure, Mitarbeiter sowie Personen bzw. Unternehmen die an der Erstellung dieser Veröffentlichung beteiligt sind, sowie Auftraggeber (Dritte) der Publikation von Stock Market Media Ltd. zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung direkt oder indirekt Anteile an Wertpapieren, welche im Rahmen der jeweiligen Publikation besprochen werden, halten. und daher an einer Kurs- und/oder Umsatzsteigerung, d.h. auch einer erhöhten Handelsliquidität interessiert sind, da die Absicht besteht, in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung diese Wertpapiere zu verkaufen und an steigenden Kursen und Umsätzen zu partizipieren. Ein Kurszuwachs der Aktien der vorgestellten Unternehmen kann zu einem Vermögenszuwachs bei diesen Personen führen. Durch die Besprechung des Unternehmens können jedenfalls der Aktienkurs des Unternehmens erheblich beeinflusst werden. Insbesondere wird auch durch Wertpapiertransaktionen der Aktienkurs der besprochenen Unternehmen maßgeblich beeinflusst. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um Unternehmen handelt deren Aktien keine breite Marktkapitalisierung haben und bei denen nur ein enger Markt besteht. Hier können auch nur geringe Auftragsvolumen erhebliche Auswirkungen auf die Kurse haben. Sie sind aber auch daran interessiert, dass der Kurs des besprochenen Unternehmens sinkt, wenn sie deren Aktien günstiger erwerben wollen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Stock Market Media Ltd. und seine Mitarbeiter werden zudem für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und Veröffentlichung dieser Publikation sowie für andere Dienstleitungen entgeltlich entlohnt. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Diese Vergütung kann durch das Unternehmen über das die Stock Market Media Ltd. Informationen veröffentlicht, durch mit diesen Unternehmen verbundene Dritte oder sonstige Dritte, die ein Interesse in Bezug auf die im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung besprochenen Unternehmen verfolgen, erfolgen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Dieser wird zunächst dadurch begründet, dass die Stock Market Media Ltd. im Interesse ihres Auftraggebers ihre Ausführungen vornehmen könnte. Die Stock Market Media Ltd. und/oder mit ihr verbundene Unternehmen haben mit der gegenständlichen Gesellschaft bzw. mit deren Aktionären eine kostenpflichtige Vereinbarung zur Erstellung der redaktionellen Besprechung getroffen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Hinweis zur Handhabe der internen Organisationspflichten:
Aufgrund der geringen Unternehmensgröße des Herausgebers, ist eine interne Kontrolle der Compliance Prozesse der an dieser Publikation mitwirkenden Mitarbeiter und sonstigen Beteiligten überschaubar.

Verantwortliche Aufsichtsbehörde:
Die Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit gemäß § 86 WpHG bei der BaFin angezeigt.