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Berkshire Hathaway plant Ausstieg aus Kraft Heinz-Beteiligung

Warren Buffetts Nachfolger Greg Abel bereitet den Rückzug aus einer der größten Fehlentscheidungen der Investorenlegende vor. Berkshire Hathaway hat seine 27,5-Prozent-Beteiligung an Kraft Heinz registriert – ein formaler Schritt, der den Weg für einen mö

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Berkshire Hathaway plant Ausstieg aus Kraft Heinz-Beteiligung

Berkshire Hathaway unter der Führung des neuen CEO Greg Abel vollzieht eine bedeutende Kehrtwende bei einem der größten Investmentfehler von Warren Buffett. Das Konglomerat hat seine gesamte 27,5-Prozent-Beteiligung an Kraft Heinz bei der US-Börsenaufsicht registriert – ein formaler Schritt, der Berkshire die Möglichkeit gibt, sich von seiner Position bei dem Lebensmittelkonzern zu trennen.

Die Aktien von Kraft Heinz reagierten prompt auf die Nachricht und fielen im vorbörslichen Handel um fünf Prozent. Berkshire ist derzeit der größte Einzelaktionär des Unternehmens, das für Marken wie Heinz Ketchup, Oscar Mayer und Kraft Käse bekannt ist.

Jahrelange Durststrecke bei Kraft Heinz

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Seit der Fusion von Kraft Foods und H.J. Heinz im Jahr 2015 haben die Aktien rund 70 Prozent an Wert verloren. Veränderte Konsumgewohnheiten, steigende Produktionskosten und schwaches Wachstum bei den Kernmarken setzten dem Unternehmen kontinuierlich zu. Zwar wurden die Verluste teilweise durch Dividendenzahlungen in Milliardenhöhe kompensiert, dennoch musste Berkshire im vergangenen Jahr eine schmerzhafte Abschreibung von 3,8 Milliarden Dollar auf den Wert seiner Beteiligung vornehmen.

Warren Buffett, der weiterhin als Chairman von Berkshire fungiert, räumte bereits öffentlich ein, dass die Fusion ein Fehler war. "Es war sicherlich keine brillante Idee, sie zusammenzulegen, aber ich glaube nicht, dass eine Trennung das Problem beheben wird", sagte Buffett vergangenes Jahr gegenüber CNBC.

Kraft Heinz plant Aufspaltung

Die Registrierung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Kraft Heinz selbst eine grundlegende Neuausrichtung plant. Das Unternehmen strebt eine Aufspaltung in zwei separate Gesellschaften an: Eine soll sich auf Saucen, Aufstriche und haltbare Fertiggerichte konzentrieren, die andere auf nordamerikanische Grundnahrungsmittel wie Oscar Mayer Fleischprodukte, Kraft Käsescheiben und Lunchables.

Kein unmittelbarer Verkaufsdruck

Analysten der Investmentbank Stifel betonen, dass die Registrierung nicht zwangsläufig einen unmittelbar bevorstehenden Verkauf bedeutet. "Die Registrierung verschafft Berkshire Hathaway die Möglichkeit, seinen Eigentumsanteil zu reduzieren", erklärten die Analysten. Das nächste Update zu möglichen Transaktionen wird voraussichtlich Mitte Mai erwartet, wenn Berkshire seine Zahlen für das erste Fiskalquartal vorlegt.

Stifel bekräftigte seine Halteempfehlung für Kraft Heinz mit einem Kursziel von 26 Dollar. Die Analysten verwiesen dabei auf schwächere Konsumtrends in den USA und langsameres Wachstum in Schwellenländern, die das Umsatzwachstum bremsen könnten – trotz weiterhin starker Cashflow-Generierung.

Historischer Kontext der Investition

Im Jahr 2015 hatte sich Berkshire mit der brasilianischen Private-Equity-Firma 3G Capital zusammengetan, um die Fusion von Kraft Foods und H.J. Heinz zu orchestrieren. 3G Capital zog sich bereits 2023 stillschweigend aus dem Investment zurück, nachdem das Unternehmen seine Beteiligung über Jahre hinweg schrittweise reduziert hatte. Nun scheint auch Buffetts Nachfolger Greg Abel bereit, dieses Kapitel abzuschließen und sich von einem der seltenen Fehlinvestments in der ansonsten beeindruckenden Erfolgsbilanz Berkshire Hathaways zu lösen.

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