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Benchmark empfiehlt Synopsys und Cadence mit „Buy" wegen KI-Boom

Das Analysehaus Benchmark startet Coverage für beide EDA-Marktführer mit Kaufempfehlung und sieht starkes KI-getriebenes Wachstumspotenzial.

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Benchmark empfiehlt Synopsys und Cadence mit „Buy" wegen KI-Boom

Das Analysehaus Benchmark hat die Beobachtung der beiden führenden Anbieter von Electronic Design Automation (EDA) aufgenommen: Synopsys und Cadence Design Systems erhalten jeweils eine Kaufempfehlung („Buy"). Als zentrale Treiber nennt Benchmark die stark wachsende Nachfrage durch künstliche Intelligenz, die zunehmende Komplexität beim Halbleiterdesign sowie robuste Branchengrundlagen.

Für Synopsys setzt Benchmark ein Kursziel von 570 US-Dollar, für Cadence ein Kursziel von 450 US-Dollar. Beide Ziele implizieren ein erhebliches Aufwärtspotenzial gegenüber den aktuellen Kursniveaus. Die Analysten sehen die EDA-Branche insgesamt als strukturellen Gewinner des KI-Zeitalters.

Duopol mit hohen Eintrittsbarrieren

Laut Benchmark profitiert die EDA-Branche von einer duopolistischen Marktstruktur, die durch hohe Eintrittsbarrieren und starke Preismacht gekennzeichnet ist. Da KI die Komplexität des Chip- und Systemdesigns kontinuierlich erhöht, wächst die Nachfrage nach spezialisierten Design-Tools entsprechend. Synopsys und Cadence sind als die beiden dominierenden Anbieter in diesem Segment besonders gut positioniert, um von diesem Trend zu profitieren.

Bei Synopsys erwartet Benchmark, dass KI-gestützte Design-Tools, Simulationssoftware und IP-Angebote (Intellectual Property) ein schnelleres Wachstum vorantreiben werden. Kunden streben nach Produktivitätssteigerungen, was die Nachfrage nach den Lösungen des Unternehmens weiter ankurbelt. Das Analysehaus ist überzeugt, dass Synopsys einen wachsenden Anteil an den Forschungs- und Entwicklungsausgaben im Halbleitersektor gewinnen kann.

Zusätzliche Wachstumschancen sieht Benchmark durch sogenannte „Agentic AI", neue IP-Produkte sowie Synergien aus der Übernahme des Simulationsspezialisten Ansys. Die jährlichen Umsatzsynergien aus diesem Zusammenschluss sollen langfristig 1 Milliarde US-Dollar erreichen. Ein stärkerer freier Cashflow soll es Synopsys ermöglichen, Schulden abzubauen und künftig wieder kleinere Zukäufe zu tätigen.

Synopsys: Starke Finanzziele für 2026

Für das Geschäftsjahr 2026 prognostiziert Benchmark bei Synopsys einen Umsatz von 9,66 Milliarden US-Dollar sowie einen bereinigten Gewinn je Aktie (Non-GAAP) von 14,76 US-Dollar. Die operative Marge soll sich dabei auf 41 Prozent verbessern. Benchmark erwartet zudem, dass das Management die Prognose für das Geschäftsjahr 2026 im weiteren Jahresverlauf anheben wird, sofern die Branchenbedingungen günstig bleiben.

Für Cadence Design Systems zeichnet Benchmark ein ähnlich positives Bild. Das Unternehmen gilt bei den Analysten als bevorzugter Wert im EDA-Sektor, begründet durch starke operative Umsetzung, ein breites Produktportfolio und eine Premium-Positionierung bei KI-gestützter Design-Software. Benchmark erwartet eine anhaltende Dynamik in den Bereichen Hardware-Verifizierung, Halbleiter-IP und Simulations-Tools.

Cadence profitiert von Hyperscalern und Custom-Chip-Trend

Besonders hervorgehoben wird die zunehmende Akzeptanz von Cadence-Lösungen bei Hyperscalern und Systemhäusern, die kundenspezifische Chips entwickeln. Dieser Trend zur Eigenentwicklung von Chips – etwa bei großen Cloud-Anbietern – treibt die Nachfrage nach professionellen EDA-Werkzeugen erheblich an. Cadence ist laut Benchmark gut aufgestellt, um von dieser Entwicklung zu profitieren.

Für das Geschäftsjahr 2026 prognostiziert Benchmark bei Cadence ein Umsatzwachstum von 16,6 Prozent, eine bereinigte operative Marge von 44 Prozent sowie einen Gewinn je Aktie von 7,90 US-Dollar. Gleichzeitig erwartet das Analysehaus, dass Cadence seinen Jahresausblick bei der Vorlage der Ergebnisse für das zweite Quartal im Laufe dieses Monats anheben wird.

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