ANZEIGE

Bank of America Warnung erschüttert globale Finanzmärkte

CEO Moynihan prognostiziert deutlichen Rückgang der Investmentbanking-Erlöse und löst weltweiten Ausverkauf aus.

•• 3 Min
Bank of America Warnung erschüttert globale Finanzmärkte

Die globalen Finanzmärkte sind am Dienstag unter Druck geraten, nachdem Bank of America (BofA) eine ernüchternde Prognose für das Investmentbanking abgegeben hat. CEO Brian Moynihan löste mit seiner Warnung eine breite Neubewertung der Nachhaltigkeit des jüngsten Kapitalmarktbooms aus. Hinzu kommen bestehende Ängste vor steigenden Anleiherenditen, Inflation und der Geldpolitik der Zentralbanken.

Während einer Konferenz am Montag prognostizierte Moynihan, dass die Investmentbanking-Gebühren von Bank of America im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um mehr als zehn Prozent zurückgehen werden. Zudem deutete er an, dass die Umsätze aus dem Vertrieb und Handel weitgehend stabil bleiben dürften. Diese Prognose stellt eine deutliche Kehrtwende dar, nachdem die Bank im zweiten Quartal noch einen Sprung von 50 Prozent bei den Investmentbanking-Gebühren und einen Anstieg von 33 Prozent bei den Handelserlösen verzeichnet hatte.

Marktreaktion und globale Auswirkungen

Nach der Ankündigung fielen die Aktien der Bank of America um fünf Prozent. Die negative Stimmung breitete sich rasch auf die globalen Märkte aus. Der KBW Bank Index in den USA gab um 1,9 Prozent nach, und große europäische sowie asiatische Kreditinstitute folgten dem Trend. In Europa erreichte der STOXX 600 Dreimonatstiefs, wobei UBS, Deutsche Bank und UniCredit zu den auffälligsten Verlierern zählten. Auch die asiatischen Märkte gerieten unter Druck, angeführt von japanischen Geldhäusern wie Sumitomo Mitsui, Mizuho und Mitsubishi UFJ, die durch die bevorstehende geldpolitische Sitzung der Bank of Japan (BOJ) zusätzlich belastet wurden.

Während der Ausblick von BofA einen Schatten auf den Sektor warf, boten andere Institute eine differenziertere Perspektive. Citigroup-Finanzvorstand Gonzalo Luchetti prognostizierte ein niedriges einstelliges Wachstum im Investmentbanking und ein mittleres einstelliges Wachstum im Handel für das dritte Quartal. Die Royal Bank of Canada (RBC) meldete zudem einen Rekord-Nettoertrag im Investmentbanking für das dritte Quartal, angetrieben durch starke Rohstoff- und Ressourcengeschäfte.

Trotz dieser positiven Ausreißer deuten Daten von Jefferies vom 3. September darauf hin, dass die Investmentbanking-Erlöse von acht großen globalen Banken bereits vor Moynihans Aussagen im Jahresvergleich um 15 Prozent gesunken waren. Dies legt nahe, dass der Abkühlungstrend eher branchenweit als isoliert auf die Bank of America zu betrachten ist.

Makroökonomischer Druck und Zentralbankpolitik

Die Schwierigkeiten des Bankensektors ereignen sich vor dem Hintergrund erheblicher makroökonomischer Volatilität. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen durchbrach am Montag die Fünf-Prozent-Marke und erreichte den höchsten Stand seit 2007. Dieser Anstieg der Renditen, gepaart mit steigenden Ölpreisen, hat die Inflationssorgen verstärkt und den Druck auf die Zentralbanken erhöht.

Die Märkte bereiten sich auf eine entscheidende Woche der Zentralbankaktivitäten vor. Die US-Notenbank Fed hält eine geldpolitische Sitzung ab, wobei Händler eine hohe Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung einpreisen. Gleichzeitig wird erwartet, dass die Bank of Japan ihren Leitzins auf 1,25 Prozent anhebt. Analysten weisen darauf hin, dass das Zusammentreffen dieser beiden wichtigen Sitzungen den Zinsspread zwischen Yen und Dollar komprimiert und Ängste vor einer erzwungenen "Carry-Trade-Auflösung" schürt.

KI-Debatte und politische Rhetorik

Jenseits des Bankensektors bleibt die Marktstimmung an die anhaltende Debatte über die Künstliche-Intelligenz-Branche gebunden. Während einige Anleger von Finanzaktien in Software- und KI-Titel wie Adobe, Salesforce und CrowdStrike rotiert sind, wägen andere Bedenken ab, dass eine KI-Abkühlung die Wall Street belasten könnte. Präsident Donald Trump hat diese Bedenken aggressiv zurückgewiesen und die Kritik an KI und Rechenzentren als "Hoax" und "Scam" bezeichnet, der auf staatliche Regulierung abziele.

Ausblick

Im Laufe der Woche bleiben die Anleger auf die bevorstehende Entscheidung der Federal Reserve fokussiert. Die Kombination aus BofAs "Frühsignal" eines sich abkühlenden Beratungsmarktes und der allgemeinen makroökonomischen Straffung deutet darauf hin, dass die Volatilität anhalten könnte, während der Markt hohe Zinsen mit sich verändernden Unternehmensleistungserwartungen in Einklang bringt.

Bank Of AmericaBrian MoynihanInvestmentbankingBörseFinanzmärkteZinserhöhungFedBank Of Japan

Meistgelesene News

  1. Galeria-Insolvenz: Schicksal von 12.000 Jobs hängt an BA-Entscheidung
  2. Gaming und Wetten: Krypto-Klage, GTA 6 und Aktivisten-Investor im Fokus
  3. Börsenkorrektur kommt unweigerlich: So bereiten sich Anleger richtig vor
  4. Take-Two-Aktie vor GTA-6-Release: Chance oder Risikofalle?
  5. Rheinmetall-Aktie legt 3 Prozent zu – Morgan Stanley beflügelt Rüstungssektor

Disclaimer


Wichtiger Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen dieser Publikation Interessenkonflikte bestehen:

1. Die Stock Market Media Ltd. und ihr nahestehende Personen besitzen Aktien der hier empfohlenen Gesellschaften und beabsichtigen, diese im Rahmen und zu jedem Zeitpunkt dieser Empfehlung zu verkaufen. Hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

2. Der Herausgeber dieser Publikation, sowie die verantwortlichen Redakteure erhalten für die Erstellung eine finanzielle Vergütung. Auch hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

3. Beachten Sie auch die weitergehenden Ausführungen zu bestehenden Interessenkonflikten im nachfolgenden Disclaimer, u.a. unter Ziff. 2.

Wichtige Informationen und Pflichtmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie gemäß Finanzanlageverordnung (FinAnV).

Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit als Ersteller von Anlagestrategieempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder von Anlageempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, (bisher „Finanzanalysen“) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) gemäß WpHG angezeigt. Die Pflichten der Stock Market Media Ltd. regeln sich primär nach den §§ 85, 86 WpHG, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958.

Angaben über den/die Ersteller dieser Publikation:
Verantwortlich für die Erstellung der Texte und Inhalte dieser Publikation ist Herr Roberto Gonçalves de Albuquerque, als Analyst und Chefredakteur. Herausgeber ist die Stock Market Media Ltd., 405 Kings Road, Flat 600, London; SW10 0BB, Vereinigtes Königreich, vertreten durch den Director Roberto Gonçalves de Albuquerque.

Wichtige Hinweise zur Erstellung dieser Veröffentlichung:
Diese Veröffentlichung enthält sowohl Tatsachen und Fakten zu den besprochenen Unternehmen, als auch rein subjektive Werturteile, Interpretationen, Schätzungen, Hochrechnungen, Vorhersagen und Preisziele. Diese versuchen wir, möglichst transparent voneinander abzugrenzen, um irreführende Angaben zu vermeiden. Recherche, Aufbereitung und Formulierung erfolgen dabei unter Einsatz gängiger digitaler und KI-gestützter Hilfsmittel; die inhaltliche Prüfung und die redaktionelle Verantwortung liegen bei uns. Die wesentlichen Grundlagen und Maßstäbe unserer Werturteile und Bewertungen, der besprochenen Aktien, basieren auf folgender Vorgehensweise:

Beurteilung und Bewertung von Unternehmen nach herkömmlichen Bewertungsmethoden (grundlegender Bewertungsansatz)

  • Einschätzung des Potentials der zukünftigen Unternehmensentwicklung (Wachstumsansatz) und Hochrechnung auf das entsprechende Bewertungspotential (Kurs-Potential-Analyse) sowie einer möglichen Unternehmens-Aktien-Bewertung aufgrund potentieller Gewinnerwartungen (KGV Hochrechnung)
  • Einschätzung des von uns erwarteten Best-Case-Szenarios im absoluten Erfolgsfall des Unternehmens (Blue-Sky-Potential-Ansatz)
  • Effekt der von uns erwarteten, gesteigerten Bekanntheit der empfohlenen Aktie auf den Aktienkurs durch einen starken Anstieg der Nachfrage am Markt (insbesondere maßgeblich bei marktengen oder neu bzw. erstmals empfohlenen Aktien) aufgrund der von uns oder Dritten veröffentlichten Publikationen (meistens Kaufempfehlungen), (Multiplikator- / Momentum-Effekt, Hype), dadurch überproportional steigende Rendite/Aktienkurs bei entsprechend steigendem Risiko
  • Technische Analyse des Aktienkurses gemäß gängiger Analyse-Methoden, meist zur Voraussage von Kurs-Signalen (Kauf- oder Verkaufssignal, Ausbruch der Aktie, Festlegung von Kurszielen, Unterstützungs- oder Widerstandsbereichen, erwarteten Mindestbewegungen oder Mindest-Gegenbewegungen, Voraussage von Signalpunkten (wenn-dann), etc.), größtenteils auf der erwarteten Massenpsychologie aufbauend. (technischer Ansatz).

Herkömmliche Bewertungsansätze sind bei jungen oder noch umsatzlosen Unternehmen oft schlecht sinnvoll anwendbar. Daher stützen wir uns bei der Bewertung von solchen Unternehmen tendenziell auf die von uns errechnete Potential-Analyse, sowie die Einschätzung der Nachfrage nach solchen Aktien am Kapitalmarkt. Letztendlich entscheidet der Markt über den Aktienkurs eines Unternehmens. Entsteht durch umfangreiche Empfehlungen einer Aktie, eine exzessive Nachfrage nach dieser, ist es möglich, dass der Aktienkurs bei einem hohen Handelsvolumen überdurchschnittlich steigt. Dies führt zwar zu extremen Gewinnmöglichkeit, erhöht jedoch entsprechend das Risiko einer Blasenbildung mit entsprechendem Kursrückgang. Durch die gesteigerte Volatilität der Aktie in solchen Situationen ergeben sich überdurchschnittliche Gewinn- und Verlustmöglichkeiten, sowohl in beide Handelsrichtungen als auch bei wiederkehrenden Gegenbewegungen. Auch solche Marktentwicklungen sind ein wichtiger Teil unserer Handelsempfehlungen und Bewertungsansätze.

Diese Publikation befasst sich ausschließlich mit überdurchschnittlich volatilen Werten mit hohem Gewinn- und auch Verlustpotential.

Hinweis zu Informationsquellen:
Die Zuverlässigkeit von Informationsquellen wird von uns vor deren Verwendung ausführlich geprüft und von uns entsprechend ihrer Glaubwürdigkeit und Bedeutung subjektiv bewertet. Dabei entscheiden wir nach eigenen Maßstäben, welche Quellen wir für relevant, zu konservativ oder zu optimistisch halten. Letztendlich legen wir unsere Empfehlungen aufgrund unserer persönlichen Einschätzungen fest. Bei der Informationsbeschaffung greifen wir auf zahlreiche öffentlich zugängliche Quellen zurück wie z.B. Pressemitteilungen, Ad-Hoc-Mitteilungen, Unternehmensmeldungen, Firmenpräsentationen, Publikationen und Artikeln zum besprochenen Unternehmen, gängige Finanzmedien im In- und Ausland sowie auf Unternehmens- oder Branchen-Analysen Dritter.

In unseren Publikationen werden ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen und Quellen, sowie vom Unternehmen selbst verbreitete Informationen verwendet.

Hinweis zu bestehenden Interessenkonflikten:
Wir weisen hiermit darauf hin, dass Gesellschafter, Redakteure, Mitarbeiter sowie Personen bzw. Unternehmen die an der Erstellung dieser Veröffentlichung beteiligt sind, sowie Auftraggeber (Dritte) der Publikation von Stock Market Media Ltd. zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung direkt oder indirekt Anteile an Wertpapieren, welche im Rahmen der jeweiligen Publikation besprochen werden, halten. und daher an einer Kurs- und/oder Umsatzsteigerung, d.h. auch einer erhöhten Handelsliquidität interessiert sind, da die Absicht besteht, in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung diese Wertpapiere zu verkaufen und an steigenden Kursen und Umsätzen zu partizipieren. Ein Kurszuwachs der Aktien der vorgestellten Unternehmen kann zu einem Vermögenszuwachs bei diesen Personen führen. Durch die Besprechung des Unternehmens können jedenfalls der Aktienkurs des Unternehmens erheblich beeinflusst werden. Insbesondere wird auch durch Wertpapiertransaktionen der Aktienkurs der besprochenen Unternehmen maßgeblich beeinflusst. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um Unternehmen handelt deren Aktien keine breite Marktkapitalisierung haben und bei denen nur ein enger Markt besteht. Hier können auch nur geringe Auftragsvolumen erhebliche Auswirkungen auf die Kurse haben. Sie sind aber auch daran interessiert, dass der Kurs des besprochenen Unternehmens sinkt, wenn sie deren Aktien günstiger erwerben wollen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Stock Market Media Ltd. und seine Mitarbeiter werden zudem für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und Veröffentlichung dieser Publikation sowie für andere Dienstleitungen entgeltlich entlohnt. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Diese Vergütung kann durch das Unternehmen über das die Stock Market Media Ltd. Informationen veröffentlicht, durch mit diesen Unternehmen verbundene Dritte oder sonstige Dritte, die ein Interesse in Bezug auf die im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung besprochenen Unternehmen verfolgen, erfolgen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Dieser wird zunächst dadurch begründet, dass die Stock Market Media Ltd. im Interesse ihres Auftraggebers ihre Ausführungen vornehmen könnte. Die Stock Market Media Ltd. und/oder mit ihr verbundene Unternehmen haben mit der gegenständlichen Gesellschaft bzw. mit deren Aktionären eine kostenpflichtige Vereinbarung zur Erstellung der redaktionellen Besprechung getroffen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Hinweis zur Handhabe der internen Organisationspflichten:
Aufgrund der geringen Unternehmensgröße des Herausgebers, ist eine interne Kontrolle der Compliance Prozesse der an dieser Publikation mitwirkenden Mitarbeiter und sonstigen Beteiligten überschaubar.

Verantwortliche Aufsichtsbehörde:
Die Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit gemäß § 86 WpHG bei der BaFin angezeigt.