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ASML-Quartalszahlen im Fokus nach IBM-Kurseinbruch von 25 Prozent

Die KI-Rallye zeigt erste Risse: Nach IBMs Kursdesaster richtet sich der Blick auf ASML und dessen Quartalsbericht.

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ASML-Quartalszahlen im Fokus nach IBM-Kurseinbruch von 25 Prozent

Europas wertvollstes Unternehmen steht am Mittwoch im Mittelpunkt der Märkte. ASML, der weltweite Monopolist bei EUV-Lithographiesystemen, legt seine Quartalszahlen vor – und die Messlatte liegt hoch. Der Chiphersteller-Ausrüster ist der einzige Produzent jener gewaltigen Maschinen, die rund 300 Millionen US-Dollar pro Stück kosten und zur Herstellung modernster Chips unerlässlich sind.

Laut Schätzungen des Datenanbieters LSEG wird ASML voraussichtlich einen Nettogewinnanstieg im zweiten Quartal von 8,8 Prozent auf 2,61 Milliarden Euro ausweisen. Der Umsatz soll demnach um 14 Prozent auf 8,8 Milliarden Euro zulegen. Besonders im Fokus der Analysten steht eine mögliche Anhebung der Jahresumsatzprognose, die derzeit bei 36 bis 40 Milliarden Euro liegt.

IBMs Kurssturz als Warnsignal für die KI-Euphorie

Die angespannte Marktstimmung hat einen konkreten Auslöser: IBM, der US-Technologiekonzern, verlor zuletzt rund ein Viertel seines Börsenwertes. „Big Blue" räumte ein, nicht mit der Verschiebung der Unternehmensausgaben von Software hin zur Rechenzentrumsinfrastruktur Schritt gehalten zu haben. Die prognostizierte Umsatzsteigerung von lediglich 1 Prozent enttäuschte die Märkte massiv.

Hinzu kam eine bereinigte Gewinnprognose je Aktie von 2,93 US-Dollar – deutlich unter den Markterwartungen von 3,02 US-Dollar. Die Folge war ein Kurseinbruch von 25 Prozent. IBM dient damit als mahnendes Beispiel dafür, wie unbeständig die Märkte bei der Auswahl von Gewinnern und Verlierern des KI-Booms geworden sind. Für ASML bedeutet das: Ein bloßes Erfüllen der Erwartungen dürfte nicht ausreichen – nur ein deutliches Übertreffen wird die Anleger überzeugen.

Gemischte Signale aus Asien und dem Rohstoffmarkt

Aus Asien kamen unterdessen gemischte Nachrichten. Südkoreas volatiler KOSPI legte um 8 Prozent zu, gestützt durch eine überraschende Verlangsamung der US-Inflation, die Wetten auf Zinserhöhungen dämpfte und Anleger zuversichtlicher stimmte. Chinas Wirtschaft hingegen wuchs im ersten Halbjahr nur um 4,3 Prozent und blieb damit hinter den Ökonomenerwartungen zurück.

Die Märkte reagierten auf die chinesischen Daten kaum. Die Themen Exportstärke und Binnenschwäche sind hinlänglich bekannt, und Investoren setzen darauf, dass die Verlangsamung fiskalische Impulse auslösen wird. Brent-Rohöl hielt sich über 85 US-Dollar pro Barrel, blieb aber hinter neuen Höchstständen zurück. Anleger beobachten dabei aufmerksam, wie lange die Straße von Hormus erneut für Öltanker blockiert sein wird.

Was Anleger am Mittwoch noch im Blick haben sollten

Neben ASML stehen am Mittwoch weitere bedeutende Quartalsergebnisse auf dem Programm:

  • BNY, Blackrock, Johnson & Johnson, Morgan Stanley und United Airlines berichten ebenfalls
  • Konjunkturdaten: Industrieproduktion der Eurozone sowie der US-Erzeugerpreisindex (PPI)
  • Zinsentscheid: Die Bank of Canada wird voraussichtlich die Zinsen unverändert lassen

Der Tag verspricht damit ein umfassendes Bild der globalen Wirtschaftslage – mit ASML als zentralem Prüfstein für die Stärke des KI-Investitionszyklus.

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