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ASML-Chef: Kein Engpass für die Chipindustrie mehr

CEO Christophe Fouquet versichert Investoren: Kapazitätsinvestitionen und Produktivitätsverbesserungen sichern ASMLs Lieferfähigkeit dauerhaft.

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ASML-Chef: Kein Engpass für die Chipindustrie mehr

Der niederländische Chipausrüster ASML wird kein Engpass für die Halbleiterindustrie sein – das versicherte CEO Christophe Fouquet am Mittwoch auf der Hauptversammlung des Unternehmens im niederländischen Veldhoven. Er verwies dabei auf jüngste Investitionen in Kapazitäten sowie auf Produktivitätsverbesserungen, die eine Wiederholung der Engpasssituation vom Beginn des Jahrzehnts verhindern sollen.

„Es ist etwas, das wir mit allen Mitteln vermeiden werden; es ist entscheidend für die Aufrechterhaltung unserer aktuellen Position", sagte Fouquet vor versammelten Investoren. ASML gilt als weltweiter Marktführer bei Lithografiesystemen, die mithilfe von Licht Schaltkreise auf Chips drucken – eine Schlüsseltechnologie, ohne die moderne Halbleiter nicht hergestellt werden können.

Die Aussagen des CEOs folgen auf die Quartalsergebnisse der vergangenen Woche, die zeigten, dass ASML weiterhin von der rasant steigenden Nachfrage nach KI-Chips profitiert. Auch Engpässe bei Speicherchips spielen dem Unternehmen in die Hände. Top-Kunden wie TSMC, der Auftragsfertiger von Nvidia-Chips, bauen ihre Kapazitäten massiv aus und sind dabei auf ASMLs Anlagen angewiesen.

Lieferverzögerungen als größtes Risiko

Auf die Frage, was ASMLs dominante Marktstellung gefährden könnte, nannte Fouquet klar die nicht termingerechte Lieferung von Anlagen als größtes Risiko. „Die Kunden werden stark versucht sein, sich nach anderen Anbietern und potenziell nach Alternativen zu unserer Technologie umzusehen; das haben wir in der Vergangenheit bereits erlebt", warnte er.

Gleichzeitig relativierte Fouquet die Bedrohung durch aufkommende Konkurrenten. Start-ups wie Substrate, xLight und Lace bezeichnete er als „Ideen, kein heutiger Wettbewerb" – eine klare Botschaft an Investoren, die sich über mögliche Herausforderer Sorgen machen könnten. Damit unterstrich er, dass ASMLs Technologievorsprung auf absehbare Zeit unangetastet bleibt.

China-Geschäft und mögliche US-Exportbeschränkungen

Ein weiteres zentrales Thema auf der Hauptversammlung war das China-Geschäft. CFO Roger Dassen äußerte sich zu geplanter US-Gesetzgebung, die Exporte von ASML nach China weiter einschränken könnte. China soll in diesem Jahr rund 20 Prozent des ASML-Umsatzes ausmachen – ein bedeutender Anteil, der bei verschärften Exportregeln unter Druck geraten könnte.

Dassen zeigte sich jedoch gelassen: Es sei noch zu früh, über den Ausgang der Gesetzgebung zu spekulieren. Er betonte, dass der globale Kapazitätsbedarf in einer von Unterversorgung geprägten Welt bestehen bleibe – unabhängig davon, welche Region beliefert werden dürfe. „Sollte es aus irgendeinem Grund zu weiteren Beschränkungen für einen Teil der Welt kommen, bleibt der Bedarf an Kapazitäten bestehen", sagte er.

Der CFO ergänzte, dass wegfallende Kapazitäten in einer Region zwangsläufig dazu führen würden, dass andere Marktteilnehmer einspringen und ihre eigenen Kapazitäten ausbauen müssten. „Ich bin mir ziemlich sicher, dass die politischen Entscheidungsträger diesen Aspekt ebenfalls berücksichtigen", so Dassen – eine indirekte Botschaft an Washington, die wirtschaftlichen Folgen von Exportbeschränkungen nicht zu unterschätzen.

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