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Asiens Märkte unter Druck: Nahost-Krise und KI-Skepsis belasten

Geopolitische Spannungen, steigende Ölpreise und eine Neubewertung von KI-Aktien sorgen für gemischte Stimmung an Asiens Börsen.

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Asiens Märkte unter Druck: Nahost-Krise und KI-Skepsis belasten

Die asiatischen Finanzmärkte präsentierten sich am Montag von einer gespaltenen Stimmung geprägt. Investoren wogen die Auswirkungen eskalierender Spannungen im Nahen Osten gegen die Erwartungen an die Geldpolitik der US-Notenbank (Fed) ab. Im Mittelpunkt standen militärische Auseinandersetzungen zwischen den USA und dem Iran, die bereits in die neunte Nacht mit Luftschlägen und Angriffen auf die Schifffahrt in der Straße von Hormus gingen.

Die anhaltenden Konflikte trieben den Brent-Ölpreis über die Marke von 90 US-Dollar pro Barrel. Diese Entwicklung schürt Sorgen vor einer hartnäckigen Inflation und stützt die Erwartungen an eine restriktive Geldpolitik der Zentralbanken. Für Anleger weltweit ist die Straße von Hormus von zentraler Bedeutung, da durch sie ein erheblicher Teil des globalen Ölhandels fließt.

KI-Neubewertung trifft Südkorea hart

An den Aktienmärkten sorgte eine Neubewertung von KI-Investitionen für deutliche Ausschläge. Der südkoreanische KOSPI gab aufgrund von Gewinnmitnahmen bei Technologiewerten wie Samsung Electronics und SK Hynix um fast 4 % nach. Auslöser war die Vorstellung des neuen KI-Modells „Kimi K3" durch das chinesische Startup Moonshot AI, das als kostengünstiger Konkurrent zu westlichen Modellen positioniert wird.

Während in Südkorea Sorgen über die hohen Bewertungen von KI-Unternehmen aufkamen, reagierten chinesische Indizes gegenteilig. Der Shanghai Composite und der Hang Seng konnten zulegen, da Anleger in China die Hoffnung auf eine stärkere Wettbewerbsfähigkeit des heimischen Technologiesektors überwog. Das Muster erinnert an frühere Episoden, in denen günstigere KI-Alternativen aus China – etwa DeepSeek – westliche Technologiewerte unter Druck setzten.

Devisenmarkt: Won profitiert von Reformankündigung

Am Devisenmarkt blieb der US-Dollar stabil, gestützt durch geopolitische Unsicherheit und die Aussicht auf eine unveränderte Zinspolitik der Fed. Die Märkte rechnen mit einer Wahrscheinlichkeit von über 85 %, dass die Zinsen bei der Fed-Sitzung am 29. Juli stabil bleiben. Dennoch mahnte Beth Hammack, Präsidentin der Cleveland Fed, zur Vorsicht bei anhaltender Inflation.

Der südkoreanische Won entwickelte sich überdurchschnittlich, nachdem Seoul weitreichende Reformen zur Liberalisierung des Devisenmarktes angekündigt hatte. Die Reformen sollen ab 2027 den Zugang für ausländische Investoren erleichtern. In China blieben die Leitzinsen erwartungsgemäß unverändert, was Pekings Strategie unterstreicht, eher auf gezielte fiskalische Unterstützung als auf eine breite geldpolitische Lockerung zu setzen.

Der Goldpreis notierte nahezu unverändert bei etwa 4.020 US-Dollar pro Unze. Analysten der ANZ-Bank betonen, dass der Goldpreis derzeit stark auf die Zinsdebatte reagiert, die Hürde für eine Zinserhöhung durch die Fed jedoch hoch bleibe. Experten gehen davon aus, dass die Notenbanken erst bei einer Ausweitung der Inflation auf breitere Wirtschaftsbereiche reagieren werden.

Blick auf US-Technologiekonzerne

Die Anleger richten ihren Blick nun auf die anstehenden Quartalszahlen großer US-Technologiekonzerne. Tesla, Alphabet und Intel stehen auf der Agenda und sollen Aufschluss über die tatsächliche Nachfrage im KI-Sektor geben. Die Ergebnisse dürften maßgeblich beeinflussen, ob die aktuelle Skepsis gegenüber KI-Bewertungen anhält oder sich wieder auflöst.

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