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Argentiniens Märkte unter Druck: Milei-Reformen und Dollar-Regularisierung

Die argentinischen Finanzmärkte zeigen sich am Montag nervös. Während Präsident Javier Mileis Arbeitsmarktreform im Senat zur Debatte steht, soll ein neues Programm die geschätzten 170 Milliarden US-Dollar an Bargeld außerhalb des Bankensystems in die for

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Argentiniens Märkte unter Druck: Milei-Reformen und Dollar-Regularisierung

Die argentinischen Finanzmärkte handelten am Montag verhalten, nachdem der Leitindex S&P Merval nach anfänglichen Gewinnen um 2% nachgab. In der Vorwoche war der Index bereits um knapp 7% eingebrochen. Politische Unsicherheiten und strukturelle Reformen belasten zunehmend die Anlageentscheidungen im südamerikanischen Land.

Arbeitsmarktreform im Fokus

Investoren richten ihre Aufmerksamkeit diese Woche besonders auf die Senatsdebatte über einen Gesetzentwurf zur Arbeitsmarktreform. Der libertäre Präsident Javier Milei treibt die Reform voran, um die argentinische Wirtschaft zu modernisieren. Die politischen Entwicklungen werden zunehmend zum bestimmenden Faktor für kurz- und mittelfristige Investitionsentscheidungen.

Merval-Index unter Druck

Der argentinische Aktienmarkt hinkt der globalen Entwicklung hinterher. Roberto Geretto vom Brokerhaus Adcap erklärt: "Während Staatsanleihen und regionale Aktienmärkte einen starken Start in dieses Jahr hinlegten, ist der Merval auf Dollarbasis im bisherigen Jahresverlauf 2025 um etwa 3% gefallen." Eine ungleichmäßige wirtschaftliche Erholung in verschiedenen Sektoren und Verzögerungen bei der Umsetzung von Reformen würden die Underperformance erklären.

Neue Regularisierung für "Matratzen-Dollar"

Die Regierung erließ am Montag neue Vorschriften, um nicht deklarierte US-Dollar in das Finanzsystem zu integrieren. Ziel ist es, einen Teil der geschätzten 170 Milliarden Dollar anzuziehen, die Argentinier außerhalb des Bankensystems halten. Diese werden umgangssprachlich als "Matratzen-Dollar" bezeichnet.

Kein klassischer Steuererlass

Max Capital stellt klar: "Der neue Rahmen ist keine Steueramnestie, sondern etabliert ein System, unter dem jährliche Transaktionen unter 100 Millionen Pesos mit größerer Freiheit durchgeführt werden können." Die Regierung konzentriert sich darauf, die Verwendung nicht deklarierter Dollar bis zu Schwellenwerten von etwa 65.000 Dollar zu erleichtern, ohne dass ein Herkunftsnachweis erforderlich ist.

Peso stabil, Reserven steigen

Am Devisenmarkt blieb der Peso mit 1.432 pro US-Dollar stabil. Die Zentralbank kaufte in der vergangenen Woche Fremdwährungen im Wert von 317 Millionen Dollar. Die gesamten Nettokäufe im Jahr 2025 belaufen sich damit bislang auf 1,476 Milliarden Dollar. Diese Käufe dienen der Stärkung der internationalen Reserven.

Staatsanleihen zeigen Stärke

Im Gegensatz zu Aktien notierten argentinische Staatsanleihen am außerbörslichen Markt im frühen Handel etwas fester. Händler berichten von stabilem Interesse an den Schuldtiteln, trotz der politischen Unsicherheiten im Land.

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