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Argentinien: Seeleute streiken gegen Mileis umstrittene Arbeitsmarktreform

48-stündiger Ausstand legt Frachtverkehr lahm – Protest richtet sich gegen geplante Liberalisierung

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Argentinien: Seeleute streiken gegen Mileis umstrittene Arbeitsmarktreform

Argentinische Seeleute haben am Mittwoch einen zweitägigen Streik begonnen, der den Frachtverkehr des südamerikanischen Landes erheblich beeinträchtigt. Der Schifffahrtsverband FESIMAF rief seine Mitglieder zu dem Ausstand auf, um gegen die geplante Arbeitsmarktreform von Präsident Javier Milei zu protestieren.

Der Streik betrifft das Be- und Entladen von Frachtschiffen in argentinischen Häfen. Dies könnte weitreichende Folgen für die ohnehin angespannte Wirtschaftslage des Landes haben. Argentinien ist ein wichtiger Exporteur von Agrargütern wie Soja, Weizen und Rindfleisch – Branchen, die auf funktionierende Häfen angewiesen sind.

Mileis radikale Wirtschaftsreformen

Präsident Javier Milei, der im Dezember 2023 sein Amt antrat, treibt ein umfassendes Reformpaket voran. Der libertäre Ökonom will den argentinischen Arbeitsmarkt liberalisieren und Kündigungsschutzregeln lockern. Seine Agenda stößt jedoch auf erheblichen Widerstand von Gewerkschaften und Teilen der Bevölkerung.

Die Arbeitsmarktreform ist Teil von Mileis Strategie, die chronisch schwächelnde argentinische Wirtschaft wiederzubeleben. Das Land kämpft seit Jahren mit hoher Inflation, Staatsverschuldung und wirtschaftlicher Instabilität. Kritiker befürchten jedoch, dass die Reformen die soziale Ungleichheit verschärfen könnten.

Auswirkungen auf Handel und Wirtschaft

Der 48-stündige Streik dürfte den Warenverkehr in einem kritischen Moment behindern. Für internationale Handelspartner und Investoren bedeutet die Aktion weitere Unsicherheit. Die argentinischen Häfen sind zentrale Knotenpunkte für den Export in die USA, Europa und Asien.

Der Schifffahrtsverband FESIMAF kündigte an, den Protest fortzusetzen, sollte die Regierung nicht auf die Forderungen der Seeleute eingehen. Weitere Streikaktionen in anderen Branchen könnten folgen, da auch andere Gewerkschaften Widerstand gegen Mileis Reformpläne angekündigt haben.

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