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Aon plant Milliardenübernahme des Versicherungsmaklers USI von KKR

Der Versicherungsmakler Aon steht kurz vor der Übernahme von USI Insurance. Das Volumen soll rund 17 Milliarden US-Dollar betragen.

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Aon plant Milliardenübernahme des Versicherungsmaklers USI von KKR

Der Versicherungsmakler und Beratungskonzern Aon steht laut übereinstimmenden Berichten des „Wall Street Journal" kurz vor der Übernahme des US-Versicherungsmaklers USI Insurance. Das Volumen der Transaktion soll inklusive Schulden bei rund 17 Milliarden US-Dollar liegen. Eine offizielle Ankündigung könnte bereits am kommenden Montag erfolgen. Damit zeichnet sich einer der größten Deals im globalen Versicherungsmaklergeschäft der vergangenen Jahre ab. Die Entwicklung ist auch für deutsche Anleger interessant, die den internationalen Versicherungssektor beobachten.

USI mit Sitz in Valhalla, New York, ist auf Risikomanagement, betriebliche Sozialleistungen sowie Altersvorsorgeberatung spezialisiert. Nach eigenen Angaben erwirtschaftet das Unternehmen einen Jahresumsatz von rund 3 Milliarden US-Dollar. Damit bringt USI ein breit aufgestelltes Geschäftsmodell ein, das sich vor allem an Firmenkunden richtet. Für Aon, das als Makler und Berater Konzerne in diesen Bereichen unterstützt, wäre die Akquisition eine logische Ergänzung des bestehenden Portfolios.

Ein bedeutender Exit für KKR

Für den Private-Equity-Riesen KKR wäre der Verkauf ein wichtiger Meilenstein. KKR hatte USI im Jahr 2017 gemeinsam mit der kanadischen Investmentfirma CDPQ für 4,3 Milliarden US-Dollar von der Beteiligungsgesellschaft Onex erworben. In den Folgejahren baute KKR seine Anteile kontinuierlich aus und wurde 2023 zum Mehrheitseigner. Die Differenz zwischen dem damaligen Kaufpreis und dem nun kolportierten Transaktionsvolumen von rund 17 Milliarden US-Dollar verdeutlicht die beeindruckende Wertentwicklung des Unternehmens unter der Führung des Finanzinvestors.

Der mögliche Verkauf fügt sich in eine Reihe erfolgreicher Desinvestitionen von KKR ein. Für das vergangene Quartal verzeichnete das Unternehmen mit 1,29 Milliarden US-Dollar den bisher höchsten Wert an Asset-Verkäufen. Zu den jüngsten Exits zählten unter anderem das Unternehmen CoolIT sowie das Luft- und Raumfahrtgeschäft von Circor. Ein erfolgreicher Abschluss der USI-Transaktion würde diese Serie eindrucksvoll fortsetzen und KKR zusätzliche finanzielle Spielräume verschaffen.

Strategische Erweiterung für Aon

Für Aon, das über eine Marktkapitalisierung von rund 75 Milliarden US-Dollar verfügt, stellt die Akquisition eine strategische Erweiterung dar. Ziel ist es, die Präsenz im Segment der mittelständischen Unternehmen deutlich auszubauen. Insidern zufolge wird erwartet, dass die Übernahme bereits ab 2028 zu einem Anstieg des Gewinns pro Aktie führen wird. Sollte sich diese Prognose bewahrheiten, würde der Deal auch für die Aktionäre langfristig Wert schaffen.

Aon hatte zuletzt am 29. Juli solide Quartalszahlen vorgelegt und die Analystenerwartungen mit einem bereinigten Gewinn von 3,81 US-Dollar pro Aktie übertroffen. Dennoch verzeichnete die Aktie des Unternehmens seitdem einen Kursrückgang von 5,6 Prozent und schloss am vergangenen Freitag bei 355,40 US-Dollar. Die jüngste Kursentwicklung zeigt, dass der Markt trotz solider Fundamentaldaten vorerst Vorsicht walten lässt.

Die Übernahme von USI würde Aon nicht nur im US-Markt stärken, sondern auch die Position im wachstumsstarken Bereich der mittelständischen Kunden ausbauen. Für KKR bedeutet der Deal einen der größten Exits der jüngeren Firmengeschichte. Anleger und Marktbeobachter dürften die offizielle Bestätigung am Montag sowie die weiteren Details der Transaktion mit Spannung erwarten. Bis dahin handelt es sich bei den 17 Milliarden US-Dollar um einen kolportierten Wert, der noch offiziell bestätigt werden muss. Auch die Reaktion der Wettbewerber auf eine mögliche Konsolidierungswelle im Maklergeschäft bleibt abzuwarten.

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