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Amazon-Aktie vor Quartalszahlen: Ist AMZN ein Kauf?

Amazon zeigt starke Fundamentaldaten, aber die kurzfristige Charttechnik gibt Anlass zur Vorsicht.

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Amazon-Aktie vor Quartalszahlen: Ist AMZN ein Kauf?

Die Amazon-Aktie (AMZN) zeigt ein ambivalentes Bild: Während die fundamentalen Kennzahlen des Tech-Giganten solide sind, gibt die kurzfristige Charttechnik Anlass zur Vorsicht. Im bisherigen Jahresverlauf notiert der Titel mit einem Plus von 7,38 Prozent, über sechs Monate betrachtet sogar mit 17,32 Prozent im grünen Bereich. Die Marktkapitalisierung des Konzerns belief sich zuletzt auf rund 2,68 Billionen US-Dollar.

Die Spannung an der Börse ist nachvollziehbar: Der Gewinnmotor von Amazon beschleunigt sich, während die Investitionsrechnung gleichzeitig enorme Dimensionen annimmt. Das zuletzt veröffentlichte Quartal fiel stark aus – Umsatz und EBITDA legten zu, während sich die Profitabilität nach dem schwächeren Jahr 2022 erheblich verbesserte.

Fundamentaldaten sprechen eine klare Sprache

Der Umsatz von Amazon stieg von 469,82 Milliarden US-Dollar im Jahr 2021 auf 716,92 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025. Das EBITDA kletterte im selben Zeitraum von 59,31 Milliarden auf 145,73 Milliarden US-Dollar. Diese Zahlen unterstreichen das operative Wachstum des Konzerns.

Allerdings zeigt sich eine Kehrseite: Der leveraged Free Cash Flow fiel aufgrund der stark gestiegenen Kapitalausgaben von 32,88 Milliarden US-Dollar im Jahr 2024 auf nur noch 7,70 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025. Die Kapitalintensität des Geschäftsmodells wird hier deutlich sichtbar.

AWS und Werbung als wirtschaftliches Kernstück

Die beiden profitabelsten Säulen des Amazon-Imperiums bleiben das Cloud-Geschäft AWS und das Werbegeschäft. AWS liefert hochmargiges Cloud-Wachstum, während die Werbesparte das umfangreiche Kauf-Intent-Datenmaterial von Amazon monetarisiert.

Die Bullen-These für die Aktie stützt sich auf drei zentrale Faktoren: das AWS-Wachstum, die Expansion der Werbeeinnahmen und die zunehmende Effizienz im Einzelhandel. Diese drei Werttreiber stehen im Fokus der Analysten, wenn es um die langfristige Bewertung des Papiers geht.

Kapitalintensität als zentrales Risiko

Die geplanten Kapitalausgaben von Amazon für das Jahr 2026 könnten sich der Marke von 200 Milliarden US-Dollar annähern. Dies drückt den Free Cash Flow und erhöht die Hürde für die Renditen im AWS-Geschäft erheblich. Sollte die Nachfrage nach KI-Anwendungen langsamer wachsen als erwartet, drohen steigende Abschreibungen und Finanzierungskosten, bevor die entsprechenden Umsätze nachziehen können.

Hinzu kommt regulatorischer Druck auf AWS und das Werbegeschäft, der ein weiteres Bewertungsrisiko darstellt. Anleger sollten diese Faktoren im Auge behalten.

Charttechnik mahnt zur Vorsicht

Der kurzfristige Chart zeigt eine Korrektur innerhalb einer stärkeren langfristigen Struktur. Ein Bruch unterhalb der Marke von 245,66 US-Dollar würde das technische Setup schwächen. Eine Bewegung über 258,62 US-Dollar hingegen würde darauf hindeuten, dass sich die Dynamik erholt.

Das Basis-Szenario bleibt fundamental konstruktiv, technisch jedoch vorsichtig. Das Gewinnwachstum von Amazon und die vorteilhafte Geschäftsmischung stützen die langfristige These. Die kurzfristige Performance hängt maßgeblich davon ab, ob AWS seine KI-Investitionen schnell genug monetarisieren kann.

Ausblick auf das nächste Quartal

Die nächste Veröffentlichung der Quartalszahlen ist für den 29. Oktober 2026 vorgesehen, voraussichtlich vor Börseneröffnung. Der Konsens erwartet einen Gewinn je Aktie (EPS) von 1,96 US-Dollar und einen Umsatz von 202,00 Milliarden US-Dollar. Diese Zahlen werden richtungsweisend für den weiteren Kursverlauf sein.

Dieser Artikel wurde mit Unterstützung der KI erstellt und von einem Redakteur überprüft.

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