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Airbus liefert nicht: Sparsame Jets trotz hoher Ölpreise begehrt

Hohe Treibstoffkosten treiben die Nachfrage nach kraftstoffsparenden Flugzeugen – doch Airbus kämpft mit massiven Lieferproblemen.

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Airbus liefert nicht: Sparsame Jets trotz hoher Ölpreise begehrt

Airbus steht vor einem paradoxen Problem: Die Nachfrage nach modernen, treibstoffsparenden Flugzeugen ist angesichts hoher Ölpreise so groß wie selten zuvor – doch der europäische Luftfahrtriese kann sie schlicht nicht bedienen. Lieferengpässe und Produktionsprobleme bremsen den Konzern aus, obwohl das Marktumfeld eigentlich ideal wäre.

Lange Zeit galten Investorenveranstaltungen von Airbus als Inbegriff der Vorhersehbarkeit. Seit Guillaume Faury 2019 das Ruder von Tom Enders übernahm, waren Kapitalmarkttage und Jahresbilanzpräsentationen des Konzerns kaum für Überraschungen gut. Das änderte sich im Februar dieses Jahres schlagartig.

Faury mit ungewöhnlich scharfer Kritik

In der Führungsakademie des Konzerns am Flughafen Toulouse trat Faury frühmorgens ans Mikrofon – und ließ bereits nach wenigen Minuten eine Generalabrechnung folgen, wie sie die Branche in dieser Form noch nicht erlebt hatte. Die Schärfe seiner Worte überraschte Beobachter und Anleger gleichermaßen.

Für Privatanleger ist die Situation bei Airbus besonders aufmerksam zu verfolgen. Einerseits profitiert der Konzern grundsätzlich von einem strukturellen Rückenwind: Airlines weltweit drängen auf die Erneuerung ihrer Flotten mit sparsameren Modellen wie dem A320neo oder dem A350, um steigende Kerosinkosten zu kompensieren. Das Orderbuch von Airbus ist prall gefüllt.

Andererseits zeigt die aktuelle Lage, dass volle Auftragsbücher allein keinen Börsenkurs treiben. Entscheidend ist die Fähigkeit, bestellte Maschinen auch tatsächlich auszuliefern – und genau hier hapert es bei Airbus erheblich. Lieferkettenprobleme, Engpässe bei Triebwerksherstellern und Kapazitätsengpässe in der Produktion belasten das Unternehmen.

Lieferkrise als zentrales Anlegerrisiko

Die Diskrepanz zwischen Nachfrage und Lieferfähigkeit bleibt damit das zentrale Thema für Investoren. Solange Airbus die Produktionsrate nicht spürbar steigern kann, dürfte der Kursphantasie Grenzen gesetzt sein – trotz eines grundsätzlich intakten Geschäftsmodells und einer strukturell starken Marktposition gegenüber dem Konkurrenten Boeing.

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