Zyklon Vaianu bedroht Neuseeland: Evakuierungen und Notstand ausgerufen
Mit Windgeschwindigkeiten bis 130 km/h und heftigen Regenfällen rast Zyklon Vaianu auf Neuseelands Nordinsel zu.

Neuseeland bereitet sich auf den Zyklon Vaianu vor, der voraussichtlich am Sonntag auf Land treffen wird. Der Sturm bringt Windgeschwindigkeiten von bis zu 130 km/h und heftige Regenfälle mit sich. Am Montag soll er westlich der abgelegenen Chatham-Inseln vorbeiziehen, wie der neuseeländische Wetterdienst mitteilte.
Besonders die Millionenmetropole Auckland steht im Fokus der Behörden. Für die Stadt mit 1,7 Millionen Einwohnern werden von Samstagnacht bis Sonntagnachmittag bis zu 110 mm Regen erwartet. Der Wetterdienst warnte ausdrücklich: „Starker Wellengang und Küstenüberschwemmungen sind wahrscheinlich" – zudem könnten „Bäche und Flüsse rasch ansteigen".
Notstand und Evakuierungen auf der Nordinsel
In mehreren Regionen der Nordinsel wurde der Notstand ausgerufen. Besonders betroffen ist die Stadt Whakatane mit rund 37.150 Einwohnern, wo die Behörden Evakuierungen in Küstengebieten angeordnet haben. Der Whakatane District Council rief die Bevölkerung auf Facebook dazu auf: „Anwohner sollten planen, mindestens zwei Tage lang abwesend zu sein."
In Küstengebieten drohen neben Überschwemmungen auch Erdrutsche, Sturmfluten sowie Wellen von bis zu 13 Metern Höhe. Rund 180 Kilometer südlich von Whakatane, in der Region Hawke's Bay, kündigten die Behörden an, bereits am Samstagnachmittag mit der Evakuierung von Häusern und öffentlichen Plätzen in Strandnähe zu beginnen.
Premierminister Christopher Luxon warnte die Bevölkerung am Freitag eindringlich vor den möglichen Folgen des Sturms. „Stellen Sie sicher, dass die Abflüsse frei sind, schauen Sie nach den Nachbarn und seien Sie auf mögliche Stromausfälle vorbereitet", schrieb Luxon auf der Plattform X. Er betonte, der Zyklon habe das Potenzial, schwere Schäden anzurichten.
Erinnerungen an den verheerenden Zyklon Gabrielle
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Zur AktienanalyseVaianu weckt in Neuseeland schmerzhafte Erinnerungen an den Zyklon Gabrielle aus dem Jahr 2023. Jener Sturm forderte elf Todesopfer und vertrieb Tausende Menschen aus ihren Häusern. Gabrielle gilt als eine der schwersten Naturkatastrophen Neuseelands in diesem Jahrhundert – ein Maßstab, der die aktuelle Bedrohungslage für viele Neuseeländer besonders ernst erscheinen lässt.
Die Behörden appellieren an die Bevölkerung, die Warnungen ernst zu nehmen und sich rechtzeitig in Sicherheit zu bringen. Angesichts der Erfahrungen mit Gabrielle zeigen sich die Einsatzkräfte diesmal besonders gut vorbereitet und handeln frühzeitig mit Evakuierungsmaßnahmen.


