Zweiter Schraubenwurmfliegen-Fall in Texas: Kanada stoppt Viehimporte
Das USDA bestätigt einen zweiten Fall des gefährlichen Parasiten in Zavala County – Kanada reagiert mit sofortigen Importbeschränkungen für US-Vieh.

Das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) hat einen zweiten Fall der Neuwelt-Schraubenwurmfliege in Texas bestätigt. Der Parasit wurde bei einem einen Monat alten Kalb in Zavala County nachgewiesen – nur etwa 5,6 Meilen vom ersten bestätigten Fall entfernt, der Anfang Juni gemeldet worden war. Dies teilte der Animal and Plant Health Inspection Service (APHIS) des USDA am Freitag mit.
Weitere Proben aus der unmittelbaren Umgebung des neuen Fundorts fielen bislang negativ aus. Behörden betonten, dass der zweite Fall innerhalb einer bereits bestehenden Kontrollzone entdeckt wurde, die nach dem ersten Fund eingerichtet worden war. Zudem befinde sich der Fundort in einem Gebiet, in dem sterile Insekten ausgesetzt werden, um die Population des Schädlings gezielt zu unterdrücken.
Was macht die Neuwelt-Schraubenwurmfliege so gefährlich?
Die Larven der Neuwelt-Schraubenwurmfliege ernähren sich vom lebenden Gewebe warmblütiger Tiere und verursachen dabei schwere, tiefe Wunden. Unbehandelt können diese Verletzungen tödlich verlaufen. Der Schädling bedroht Nutztiere, Wildtiere und Haustiere – in seltenen Fällen auch Menschen.
Der Parasit gilt als einer der gefährlichsten tierischen Schädlinge Nordamerikas. In den USA war er durch intensive Bekämpfungsprogramme seit Jahrzehnten weitgehend ausgerottet worden. Sein erneutes Auftreten in Texas löst daher erhebliche Beunruhigung bei Behörden und Landwirten aus.
Kanada schränkt Viehimporte aus Texas ein
Die Entdeckung hat unmittelbare grenzüberschreitende Konsequenzen. Die Canadian Food Inspection Agency gab am Freitag bekannt, dass sie Importe von Nutztieren – einschließlich Pferden – aus den betroffenen Gebieten der USA vorübergehend einschränken wird. Konkret dürfen Tiere, die aus Texas stammen oder sich innerhalb von 21 Tagen vor dem Grenzübertritt dort aufgehalten haben, nicht nach Kanada eingeführt werden.
Diese Maßnahme verdeutlicht, wie ernst die kanadischen Behörden die Bedrohung nehmen. Für Viehhalter und Händler auf beiden Seiten der Grenze bedeutet die Einschränkung erhebliche logistische und wirtschaftliche Herausforderungen.
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Zur AktienanalyseUS-Lebensmittelversorgung laut USDA nicht gefährdet
Das USDA betonte ausdrücklich, dass die US-Lebensmittelversorgung trotz der Nachweise sicher bleibe. Die Neuwelt-Schraubenwurmfliege befalle weder Fleisch noch Obst, Gemüse oder andere Lebensmittelprodukte. Jedes betroffene Tier würde bei der Inspektion identifiziert, und kein kontaminiertes Produkt würde in den Handel gelangen, so die Behörde.
Für deutsche Verbraucher und Investoren mit Interesse am US-Agrarsektor ist die Situation dennoch beobachtenswert. Sollte sich der Parasit weiter ausbreiten, könnten Handelsströme und Preise für nordamerikanisches Vieh und Fleischprodukte unter Druck geraten. Die Behörden beider Länder beobachten die Lage weiterhin eng und haben angekündigt, über neue Entwicklungen zu informieren.


