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Zusteller der Deutschen Post zunehmend bedroht

Vermehrte verbale Angriffe und rassistische Anfeindungen während der täglichen Arbeit

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Zusteller der Deutschen Post zunehmend bedroht

Die Deutsche Post sieht sich zunehmend mit verbalen Übergriffen auf ihre Zusteller konfrontiert. Besonders alarmierend seien rassistische Parolen, denen die Mitarbeiter während ihrer täglichen Arbeit ausgesetzt seien, wie das Vorstandsmitglied Nikola Hagleitner den Funke-Medien berichtete. Es gebe Beschwerden von Kundinnen und Kunden, die nicht nur die Hautfarbe der Zusteller kritisieren, sondern auch ablehnen, dass sie Briefe von ausländischen Beschäftigten ausgehändigt bekommen. Hagleitner betonte, dass die Deutsche Post solche Vorfälle nicht hinnehme und stets klare Antworten darauf gebe.

Die Deutsche Post beschäftigt Mitarbeitende aus rund 180 Ländern, und jeder sei willkommen, der die Unternehmenswerte teile. Hagleitner appellierte an die Öffentlichkeit, den Zustellern wieder mehr Anerkennung entgegenzubringen, da es sich um eine wichtige Aufgabe handele, die das Land am Laufen halte. Sie bedauerte zudem, dass Aggressionen im Straßenverkehr zugenommen hätten. Besonders problematisch sei die Situation, wenn Zusteller in zweiter Reihe parken müssen, um Pakete auszuladen, und dabei häufig beleidigt werden. Die Zusteller hätten sich jedoch bereits ein dickes Fell zugelegt, so Hagleitner weiter.

Trotz dieser Herausforderungen stelle die Post weiterhin flächendeckend zu, betonte das Unternehmen. Allerdings habe die Sicherheit der Beschäftigten oberste Priorität. In schwierigen Gebieten werde nach Lösungen gesucht, wie etwa der Zustellung durch zwei Personen oder der Unterstützung durch einen Coach. Dies sei jedoch nur selten notwendig. Ein besonders gravierender Fall ereignete sich in Duisburg, wo die Post für einige Zeit keine Pakete mehr an das Hochhaus "Weißer Riese" zustellte. Dort war es wiederholt zu bedrohlichen Zustellsituationen gekommen, weshalb die Post beschloss, ihre Zusteller vorübergehend aus dem Gebiet abzuziehen.

Seit Ende September beliefert die Deutsche Post den „Weißen Riesen“ wieder, allerdings nur unter Begleitung eines Sicherheitsdienstes. Der Fall hatte bundesweit für Schlagzeilen gesorgt und die Problematik der zunehmenden Aggressionen gegenüber Zustellern verdeutlicht.

Deutsche PostArbeitsrechtSicherheit Deutschland

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