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Zollrückerstattungen: Verbraucher gehen laut CFO-Umfrage leer aus

Eine CNBC-Umfrage zeigt: Keiner von 25 befragten US-Finanzvorständen plant, Zollrückerstattungen an Kunden weiterzugeben.

Zollrückerstattungen: Verbraucher gehen laut CFO-Umfrage leer aus

Selbst wenn US-Unternehmen Milliarden an Zollrückerstattungen erhalten sollten, werden Verbraucher davon kaum profitieren. Das ist das klare Ergebnis der jüngsten vierteljährlichen Umfrage des CNBC CFO Council unter 25 Finanzvorständen großer US-Unternehmen. Keiner der befragten CFOs gab an, die Rückerstattungen direkt an Kunden weitergeben zu wollen – ein deutliches Signal für die Stimmung in den Chefetagen amerikanischer Konzerne.

Von den 25 befragten Finanzvorständen erklärten 12, dass ihr Unternehmen Rückerstattungen für gezahlte Zölle beantragen wolle. Die anderen 12 CFOs planen hingegen, gar keine Rückerstattungen zu beantragen. Sechs der Befragten gaben explizit an, keinen Teil eventuell erhaltener Rückerstattungen weitergeben zu wollen, sieben waren sich unsicher, und 12 antworteten mit „nicht zutreffend".

Auch der Zeitplan für mögliche Rückzahlungen ist wenig ermutigend: Zehn der befragten Führungskräfte gehen davon aus, dass es ein Jahr oder länger dauern könnte, bis sie Rückzahlungen erhalten. Lediglich drei CFOs rechnen noch in diesem Jahr mit einer Rückerstattung.

Ökonom: „Sie werden diese Rückerstattungen einbehalten"

Mark Zandi, Chefökonom bei Moody's, zeigt sich von den Umfrageergebnissen wenig überrascht. Angesichts der erheblichen Belastungen für US-Unternehmen durch höhere Kosten und notwendige Anpassungen der Lieferketten könnten CFOs die Rückerstattungen als bloße Entschädigung betrachten. „Sie werden diese [Rückerstattungen] einbehalten", sagte Zandi. Zwar könnte die Trump-Regierung Druck auf Unternehmen ausüben, die Ersparnisse weiterzugeben, „aber das wird sehr schwierig umzusetzen sein", so der Ökonom.

Zum Hintergrund: Zölle sind Steuern auf Importe aus dem Ausland, die von US-Unternehmen beim Einführen von Waren gezahlt werden. Unternehmen tragen dabei oft einen Teil der Kosten selbst und geben den Rest über höhere Preise an die Verbraucher weiter. Nach Einschätzung von Ökonomen haben Zölle insgesamt eine inflationäre Wirkung auf die Wirtschaft.

Rechtslage rund um Trumps Zölle bleibt unübersichtlich

Der Rechtsstreit um Trumps Zollagenda ist noch lange nicht abgeschlossen. Nachdem der Supreme Court im Februar entschieden hatte, dass „gegenseitige Zölle" illegal seien, kündigte Trump auf Basis einer separaten Rechtsvorschrift – Section 122 des Trade Act von 1974 – einen neuen „globalen Zollsatz" von 10 Prozent für einen Zeitraum von 150 Tagen an. Später erklärte er, diesen globalen Zollsatz auf 15 Prozent erhöhen zu wollen.

Präsident Trump hat zudem die Idee ins Spiel gebracht, einen Teil der Zolleinnahmen direkt in Form eines sogenannten Zoll-Dividenden-Schecks an amerikanische Bürger auszuzahlen. Ein solches Programm würde jedoch eine vom Kongress verabschiedete Gesetzgebung erfordern – und bislang wurde noch kein entsprechendes Gesetz beschlossen.

Mehrere Gesetzentwürfe im Kongress – bisher ohne Ergebnis

Im Kongress wurden inzwischen mehrere Gesetzentwürfe für Zollrückerstattungen eingebracht, sowohl von Republikanern als auch von Demokraten. Senator Josh Hawley (Republikaner, Missouri) brachte den American Worker Rebate Act von 2025 ein, der einen durch Zolleinnahmen finanzierten Konjunkturscheck vorsah. Der Entwurf liegt derzeit im Finanzausschuss des Senats.

Senator Martin Heinrich (Demokrat, New Mexico) brachte im März dieses Jahres den „Tariff Refunds for Working Families Act" ein. Dieser Gesetzentwurf würde eine neue Steuergutschrift für Bürger schaffen, die von höheren Kosten für Alltagsgüter betroffen sind, und die durch Zölle eingenommenen 166 Milliarden US-Dollar zur Finanzierung nutzen. Auch dieser Entwurf wurde an den Finanzausschuss verwiesen.

Weitere Vorstöße kommen aus dem Repräsentantenhaus: Der Trump Tariff Rebate Act von Abgeordnetem Tim Burchett (Republikaner, Tennessee) sowie der American Consumer Tariff Rebate Act von 2026 von Abgeordnetem Henry Cuellar (Demokrat, Texas) liegen den zuständigen Ausschüssen vor. Sowohl Demokraten als auch Republikaner versuchen, im Vorfeld der Zwischenwahlen 2026 politisches Kapital aus Trumps Zollagenda zu schlagen – ein Ergebnis bleibt jedoch bislang aus.

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