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Zinkpreis auf Dreijahreshoch: Short Squeeze erschüttert Markt

Der Zinkmarkt überrascht mit einem kräftigen Short Squeeze und erreicht an der London Metal Exchange Dreijahreshochs. Trotz steigender Minenproduktion bleibt das erwartete Überangebot aus, da Metallflüsse in China stocken.

Zinkpreis auf Dreijahreshoch: Short Squeeze erschüttert Markt

Der Zinkmarkt entwickelt sich 2025 völlig anders als von Analysten erwartet. Statt des prognostizierten Überangebots erlebte der Markt im Oktober einen heftigen Short Squeeze, der die Preise an der London Metal Exchange (LME) auf den höchsten Stand seit drei Jahren katapultierte.

Minenproduktion steigt, aber Metall fehlt

Die globale Zinkproduktion aus Minen wächst zwar in hohem Tempo, doch das raffinierte Metall erreicht die Märkte deutlich langsamer als erwartet. Der Grund: Der gesamte Überschuss steckt derzeit in China fest und gelangt nicht in den internationalen Kreislauf. Diese Verzögerung im Durchfluss zum raffinierten Metallsegment der Lieferkette hat die Marktdynamik grundlegend verändert.

Lagerbestände erholen sich nur langsam

Die LME-Zinkbestände sind nach den erschöpften Niveaus vom Oktober wieder gestiegen, hauptsächlich dank verstärkter chinesischer Exporte. Allerdings hat der Lagerbestandsaufbau in den vergangenen Wochen deutlich an Schwung verloren. Dies deutet darauf hin, dass der westliche Markt weiterhin unter Versorgungsengpässen leidet.

Bären-Szenario bleibt aus

Viele Marktteilnehmer hatten für 2025 mit fallenden Zinkpreisen aufgrund eines Angebotsüberschusses gerechnet. Diese bärische Erwartung hat sich bisher nicht erfüllt. Stattdessen sorgten Leerverkäufer, die auf fallende Preise gesetzt hatten, mit ihren Eindeckungskäufen für zusätzlichen Aufwärtsdruck. Der aktuelle Preisanstieg zeigt, wie anfällig der Markt für Fehleinschätzungen der Angebots-Nachfrage-Dynamik ist.

Ausblick bleibt angespannt

Solange die chinesischen Metallflüsse nicht wieder in Gang kommen und die Lagerbestände sich nicht nachhaltig erholen, dürfte der Zinkmarkt angespannt bleiben. Für Anleger und Industrieabnehmer bedeutet dies anhaltende Preisvolatilität und Unsicherheit über die weitere Marktentwicklung.

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