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Zijins 4-Milliarden-Deal mit Allied Gold gescheitert

Chinesische Regulierer blockieren Mega-Übernahme – Zijin erwirbt stattdessen strategische Minderheitsbeteiligung an Allied Gold.

Zijins 4-Milliarden-Deal mit Allied Gold gescheitert

Die chinesische Zijin Gold und die kanadische Allied Gold haben eine der größten Edelmetall-Transaktionen des Jahres abgesagt. Die im Januar angekündigte Bartransaktion im Wert von 4 Milliarden US-Dollar ist damit endgültig vom Tisch. Zuvor hatte die Financial Times berichtet, dass Regulierungsbehörden in Peking Einwände gegen das Geschäft erhoben hatten.

Die geplante Übernahme hätte Zijin die Kontrolle über wichtige Goldminen in Mali und Äthiopien verschafft – beides Länder, in denen staatliche Eingriffe in den Bergbausektor zunehmen. Genau diese geopolitische Risikolage wurde den Unternehmen letztlich zum Verhängnis.

Chinesische Aufsichtsbehörden fordern unmögliche Garantien

Die Nationale Entwicklungs- und Reformkommission (NDRC), eine der mächtigsten Planungsbehörden Chinas, forderte die Unternehmen auf, eine schriftliche Zusicherung der malischen Regierung einzuholen. Diese sollte garantieren, dass Mali die dortige Mine im Falle eines Abschlusses der Transaktion nicht beschlagnahmen würde. Laut mit der Angelegenheit vertrauten Personen war eine solche Zusicherung praktisch unmöglich zu erhalten.

Die Aktien der in Toronto börsennotierten Allied Gold standen bereits seit Ende April unter Druck. Damals blockierten dschihadistische Militante die Hauptstadt Malis, was die Sicherheitslage rund um die dortigen Bergbauaktivitäten weiter verschlechterte und das Vertrauen der Investoren erschütterte.

Beide Unternehmen teilten mit, dass die Vereinbarung im gegenseitigen Einvernehmen beendet wurde. Man sei „zu dem Schluss gekommen, dass keine angemessene Wahrscheinlichkeit besteht, dass die Bedingungen für den Abschluss der Transaktion" bis zum 29. Juli „oder innerhalb eines angemessenen Zeitraums danach" erfüllt werden könnten.

Allied-Chef Marrone reiste noch nach Peking

Allied-Vorstandsvorsitzender Peter Marrone hatte nach eigenen Angaben die vergangene Woche in Peking verbracht, um in letzter Minute Gespräche über das Geschäft zu führen. „Eines ist für uns sehr offensichtlich: Beide Unternehmen unterstützen diese Transaktion aufrichtig", sagte Marrone gegenüber der FT. „Aber das Fazit war, dass wir einen anderen Weg finden müssen."

Trotz des Scheiterns der Vollübernahme bleibt eine Verbindung zwischen den beiden Unternehmen bestehen. Zijin wird eine strategische Beteiligung von 9,2 Prozent an Allied für rund 295 Millionen US-Dollar erwerben. Im Rahmen dieser Investition haben Allied-Chef Marrone und stellvertretender Vorsitzender Justin Dibb einer Haltefrist für ihren kombinierten Anteil von etwa 13 Prozent am Unternehmen zugestimmt.

Erstes großes Auslandsgeschäft für Zijin Gold bleibt aus

Die gescheiterte Übernahme hat auch für Zijin Gold eine besondere Bedeutung. Die Transaktion wäre das erste große Auslandsgeschäft für das Unternehmen gewesen, dessen erfolgreicher Börsengang in Hongkong im vergangenen Jahr dazu beigetragen hatte, die Finanzierung für internationale Transaktionen zu sichern.

Das Scheitern des Deals reiht sich in ein breiteres Muster ein: Chinesische Regulierungsbehörden treten bei internationalen Geschäftsabschlüssen zunehmend bestimmt auf. Mehrere andere große Rohstoffgeschäfte warten ebenfalls noch auf die Genehmigung der chinesischen Behörden – darunter der geplante Zusammenschluss von Anglo American und Teck Resources. Für internationale Bergbauunternehmen, die chinesische Käufer als Partner suchen, wird die regulatorische Hürde in Peking damit zu einem immer entscheidenderen Faktor.

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