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Zahl der Rentenempfänger steigt weiter

Ausgezahlte Leistungen wachsen deutlich stärker als die Empfängerzahl

Zahl der Rentenempfänger steigt weiter

Mehr als 22 Millionen Menschen in Deutschland haben im vergangenen Jahr Rentenzahlungen aus gesetzlicher, privater oder betrieblicher Vorsorge erhalten. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts entsprach dies einem Anstieg von 0,75 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Zahl der Rentenempfänger erreichte damit rund 22,3 Millionen. Deutlich stärker als die Empfängerzahl stieg jedoch die Gesamtsumme der ausgezahlten Leistungen. Diese legte um 5,7 Prozent beziehungsweise 21,7 Milliarden Euro zu und erreichte ein Volumen von etwa 403 Milliarden Euro.

Zum steuerpflichtigen Einkommen zählten im vergangenen Jahr 70 Prozent der Rentenzahlungen. Dieser Anteil ist seit 2015 um rund 15 Prozentpunkte gestiegen. Grund dafür ist das Alterseinkünftegesetz aus dem Jahr 2005, das eine schrittweise Umstellung von der vorgelagerten zur nachgelagerten Besteuerung vorsieht. Beiträge zur Rentenversicherung werden während der Ansparphase zunehmend steuerfrei gestellt, während die Auszahlungen nach und nach in voller Höhe besteuert werden. Dieser Übergang soll bis zum Jahr 2058 abgeschlossen sein.

Trotz des höheren steuerpflichtigen Anteils blieben viele Renten im Jahr 2024 von einer Besteuerung verschont. Bei einem erheblichen Teil der Rentner lag der steuerpflichtige Betrag nach Abzügen unterhalb des geltenden jährlichen Grundfreibetrags, sodass keine Einkommensteuer anfiel. Voraussetzung dafür war, dass keine weiteren Einkünfte wie Arbeitslohn, Versorgungsbezüge oder Mieteinnahmen hinzukamen.

Verlässliche Daten zur Zahl der tatsächlich steuerpflichtigen Renten im Jahr 2024 liegen noch nicht vor, da die Steuerveranlagung in vielen Fällen noch aussteht. Die aktuellsten verfügbaren Werte stammen aus dem Jahr 2021. Damals mussten etwa 41 Prozent der insgesamt 21,9 Millionen Rentenbezieher Einkommensteuer entrichten. In den meisten Fällen – bei rund 81 Prozent der steuerbelasteten Rentenempfänger – kamen neben den Rentenzahlungen noch weitere Einkünfte hinzu.

Zu den Rentenbeziehenden zählen nicht nur Personen, die eine Altersrente erhalten, sondern auch Hinterbliebene wie Ehepartner und Kinder. Die Daten verdeutlichen, dass der Trend steigender Rentenzahlungen sowohl in der Zahl der Empfänger als auch im finanziellen Gesamtvolumen anhält. Die Entwicklung des steuerpflichtigen Anteils wird durch die gesetzlichen Vorgaben der vergangenen Jahre weiter beeinflusst, was in den kommenden Jahrzehnten zu einer vollständigen Umstellung auf die nachgelagerte Besteuerung führen wird.

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