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Zabka-Aktie auf Rekordhoch: Seven & i kurz vor Einstieg

Der japanische 7-Eleven-Betreiber Seven & i soll kurz vor einer milliardenschweren Beteiligung am polnischen Convenience-Riesen Zabka stehen.

Zabka-Aktie auf Rekordhoch: Seven & i kurz vor Einstieg

Der japanische Einzelhandelskonzern Seven & i Holdings befindet sich laut einem Bericht der Wirtschaftszeitung Nikkei in der Endphase von Gesprächen über eine Beteiligung am polnischen Convenience-Store-Betreiber Zabka Group. Die Nachricht ließ die Zabka-Aktie am Donnerstag auf ein neues Allzeithoch schnellen. Um 11:53 Uhr GMT notierten die Papiere des polnischen Unternehmens satte 15,9 Prozent im Plus, während auch die Aktien von Seven & i um 2,2 Prozent zulegten.

Dem Nikkei-Bericht zufolge erwägt Seven & i den Erwerb von Zabka-Aktien, die derzeit von Investmentfonds gehalten werden. Das Investitionsvolumen soll sich auf mehrere hundert Milliarden Yen belaufen – umgerechnet mehrere Milliarden US-Dollar. Der polnische Finanzminister Andrzej Domanski bestätigte auf einer Pressekonferenz, dass Seven & i nach seinem Kenntnisstand den Kauf einer zweistelligen Beteiligung an Zabka erwäge.

Strategischer Schachzug für beide Seiten

Seven & i ist vor allem als Betreiber der weltbekannten 7-Eleven-Filialen bekannt, mit Japan und den USA als größten Märkten. Der Konzern steht seit Jahren unter erheblichem Druck von Investoren, die schwache Renditen kritisieren und eine Fokussierung auf das Kerngeschäft mit Convenience-Stores fordern. Im vergangenen Jahr stimmte das Unternehmen dem Verkauf seines Supermarktgeschäfts an die Private-Equity-Gesellschaft Bain Capital zu – ein klares Signal der strategischen Neuausrichtung.

Zabka wiederum betreibt derzeit 13.063 Filialen in Polen und Rumänien und zählt damit zu den größten Convenience-Store-Netzwerken in Mittel- und Osteuropa. Das Unternehmen selbst kommentierte die Berichte nicht: „Wir kommentieren keine Gerüchte über potenzielle Sekundärtransaktionen", hieß es in einer knappen Stellungnahme.

Angebotsüberhang-Sorgen zerstreut

Marktanalysten sehen in dem möglichen Deal gleich mehrere positive Effekte für Zabka-Aktionäre. Janusz Pieta, Analyst bei der mBank, erklärte, die Nachricht zerstreue die Sorgen der Anleger über einen Angebotsüberhang. Hintergrund: Die von CVC kontrollierte Einheit Heket Topco hält eine Beteiligung von 38 Prozent an Zabka, von der Investoren erwarteten, dass sie früher oder später auf den Markt kommen würde.

Ein Einstieg von Seven & i würde dazu führen, dass dieses bedeutende Aktienpaket an einen strategischen Investor übertragen wird, anstatt auf den freien Markt zu gelangen – was den Kurs unter Druck gesetzt hätte. Pieta hob zudem hervor, dass der Schritt das Risiko verringere, dass Seven & i als direkter Konkurrent in Europa auftritt, und gleichzeitig das internationale Wachstum von Zabka unterstützen könnte.

Seven & i war aufgrund eines Betriebsurlaubs zunächst nicht für eine Stellungnahme erreichbar. Für deutsche Anleger ist der Deal ein interessantes Signal: Der europäische Convenience-Markt rückt zunehmend in den Fokus globaler Einzelhandelsriesen, und Zabka positioniert sich als einer der führenden Akteure in der Region.

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