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YouTubes Umsatz könnte Wall-Street-Erwartungen deutlich übertreffen

Ein Drittel des YouTube-Umsatzes stammt bereits aus Abonnements – mehr als Analysten bislang angenommen hatten.

YouTubes Umsatz könnte Wall-Street-Erwartungen deutlich übertreffen

YouTubes Beitrag zum Umsatz der Alphabet-Muttergesellschaft könnte deutlich größer sein, als die Wall Street bislang eingeschätzt hat. Das geht aus Aussagen von YouTube-CEO Neal Mohan hervor, der auf einer Finanzkonferenz am Donnerstag überraschende Einblicke in die Umsatzstruktur der Videoplattform gewährte. Demnach stammt rund ein Drittel des gesamten YouTube-Umsatzes mittlerweile aus Abonnements.

Diese Zahl ist bemerkenswert, denn YouTube gilt traditionell als werbegetriebenes Geschäftsmodell. CEO Mohan bestätigte dies ausdrücklich: „Wir sind primär ein AVOD-Geschäft (Advertising Video-on-Demand), aber ein Drittel unseres Umsatzes entfällt nun" auf Abonnements. AVOD steht für werbebasiertes Video-on-Demand – ein Modell, bei dem Nutzer kostenlos Inhalte konsumieren und dafür Werbung zu sehen bekommen.

Abonnements gewinnen an Bedeutung

Der wachsende Anteil von Abonnementeinnahmen zeigt, dass YouTube erfolgreich eine zweite Umsatzsäule aufgebaut hat. Dienste wie YouTube Premium, das werbefreies Streaming ermöglicht, sowie YouTube TV, ein Streaming-Angebot für Live-Fernsehen in den USA, dürften maßgeblich zu diesem Anteil beitragen. Für Investoren bedeutet dies eine höhere Planbarkeit der Einnahmen, da Abonnementerlöse stabiler sind als Werbeeinnahmen, die stärker konjunkturabhängig schwanken.

Der Vergleich mit Netflix ist dabei besonders aufschlussreich. Analysten zufolge könnte YouTubes Gesamtumsatz den des Streaming-Riesen Netflix übertreffen – eine Einschätzung, die angesichts des nun bekannten Abonnementanteils noch plausibler erscheint. Netflix gilt als einer der führenden Maßstäbe für den globalen Streaming-Markt, weshalb ein solcher Vergleich die schiere Größe von YouTubes Geschäft unterstreicht.

Alphabet-Aktie mit starker Performance

Für Anleger ist auch die Kursentwicklung der Alphabet-Aktie (Ticker: GOOGL) relevant. Das Papier hat im Jahr 2026 bereits ein Plus von 27 Prozent verzeichnet – eine starke Outperformance, die das wachsende Vertrauen der Investoren in das Geschäftsmodell des Google-Mutterkonzerns widerspiegelt. YouTube ist dabei ein zentraler Wachstumstreiber innerhalb des Alphabet-Konzerns.

YouTube ist mit Milliarden von Nutzern weltweit eine der meistbesuchten Plattformen im Internet. Die Plattform konkurriert nicht nur mit klassischen Streaming-Diensten wie Netflix oder Disney+, sondern auch mit sozialen Netzwerken wie TikTok und Instagram im Bereich der Kurzvideos. Die Kombination aus Werbe- und Abonnementeinnahmen verschafft YouTube dabei eine einzigartige Marktposition, die von keinem einzelnen Wettbewerber vollständig repliziert wird.

Für deutsche Privatanleger, die in Alphabet investiert sind oder eine Investition erwägen, liefern die Aussagen von CEO Mohan wichtige Hinweise auf die Stärke und Diversifikation des Geschäftsmodells. Die wachsende Bedeutung von Abonnementerlösen könnte langfristig die Bewertung des Unternehmens positiv beeinflussen.

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