ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Yen stabilisiert sich nach Intervention – RBA-Entscheidung im Fokus

Der Yen erholt sich nur zögerlich, während der australische Dollar vor der RBA-Zinsentscheidung auf einem Acht-Wochen-Hoch notiert.

11. August 2026 3 Min
Yen stabilisiert sich nach Intervention – RBA-Entscheidung im Fokus

Der japanische Yen hat sich am Dienstag in den asiatischen Handelsstunden bei 158,93 pro US-Dollar stabilisiert. Damit bleibt die Währung jedoch weit entfernt vom Dreimonatshoch bei 155,20, das Ende Juli im Zuge gemeinsamer Devisenmarktinterventionen der USA und Japans erreicht worden war. Der Handel verlief dünner als üblich, da die japanischen Märkte feiertagsbedingt geschlossen waren.

Auslöser der seltenen gemeinsamen Intervention war ein 40-Jahres-Tief des Yen bei 163,99 pro Dollar. Seitdem hat die Währung jedoch fast die Hälfte ihrer Gewinne wieder eingebüßt. Das weckt bei Marktteilnehmern Spekulationen, dass die Behörden erneut am Devisenmarkt eingreifen könnten.

„Der Markt testet die Entschlossenheit der japanischen und US-amerikanischen Beamten", sagte Marc Chandler, Chefmarktstratege bei Bannockburn Capital Markets. Die Aussage verdeutlicht, wie angespannt die Lage am Devisenmarkt weiterhin ist.

Spekulanten bauen Short-Positionen ab – vorerst

Aktuelle Daten einer US-Aufsichtsbehörde zeigen, dass Spekulanten ihre Short-Wetten auf den Yen so stark reduzierten wie seit über zwölf Jahren nicht mehr. Die Netto-Short-Position sank in der Woche bis zum 4. August um 8,865 Milliarden Dollar auf 3,604 Milliarden Dollar. Analysten warnen jedoch, dass Spekulanten – wie schon bei früheren Interventionen – die Gelegenheit nutzen könnten, um ihre Short-Positionen schrittweise wieder aufzubauen.

Die Strategen der ING zeigen sich skeptisch, was eine nachhaltige Erholung des Yen betrifft: „Der weitere Weg könnte holprig bleiben. Ein Rückgang auf 160,0 zu einem gewissen Zeitpunkt in diesem Monat bleibt ein konkretes Risiko, selbst wenn der September letztlich sowohl eine Zinserhöhung der Bank of Japan als auch ein Stillhalten der US-Notenbank Federal Reserve bringen sollte." Händler preisen laut LSEG-Daten eine Wahrscheinlichkeit von knapp über 50 Prozent für eine Zinserhöhung der Bank of Japan (BOJ) ein. Der Straffungskurs der BOJ wird zudem durch den steigenden politischen Druck zur Stützung des Anleihemarktes erschwert.

RBA-Zinsentscheidung rückt in den Mittelpunkt

Im weiteren Tagesverlauf richtet sich der Blick der Anleger auf die Zinsentscheidung der Reserve Bank of Australia (RBA). Es wird erwartet, dass die australische Zentralbank ihren Leitzins unverändert lässt. Im Fokus stehen dabei die Kommentare der Währungshüter zu Inflation und künftiger Geldpolitik. Der australische Dollar notierte vor der Entscheidung auf einem Acht-Wochen-Hoch bei 0,7057 US-Dollar.

Carol Kong, Währungsstrategin bei der Commonwealth Bank of Australia, erwartet eine klare Botschaft aus Sydney: „Die RBA wird wahrscheinlich betonen, dass die Inflation weiterhin erhöht ist und sie bereit ist, den Leitzins bei Bedarf erneut anzuheben." Gleichzeitig räumt sie ein, dass die abgeschwächte Inflation und die Schwäche am Immobilienmarkt der RBA Spielraum geben, die verzögerten Auswirkungen der vorangegangenen Straffung zu bewerten.

Der US-Dollar zeigte sich gegenüber den meisten Hauptwährungen stabil. Der Euro notierte in den asiatischen Handelsstunden bei 1,1544 Dollar, das britische Pfund Sterling bei 1,3509 Dollar. Die Ölpreise verharrten nahe ihrer Ein-Wochen-Hochs, da die Hoffnung auf ein Abkommen zwischen den USA und dem Iran zur Beendigung des Konflikts im Nahen Osten schwand.

US-Inflationsdaten als nächster Kurstreiber

In den kommenden Tagen dürften weitere wichtige Wirtschaftsdaten aus den USA für Bewegung an den Devisenmärkten sorgen. Am Mittwoch stehen die US-Verbraucherpreisdaten auf dem Programm, die Aufschluss über den aktuellen Inflationsdruck geben sollen. Am Donnerstag folgen die Erzeugerpreisdaten, am Freitag die Einzelhandelsumsätze – allesamt wichtige Indikatoren für den künftigen geldpolitischen Kurs der US-Notenbank Federal Reserve.

YenDevisenmarktInterventionRba ZinsentscheidungBank Of JapanAustralischer DollarUs-DollarInflation

Disclaimer