Yen-Rally setzt sich fort: US-Konsumausgaben schwächer als erwartet
Japanische Währung gewinnt über 2,5 Prozent seit Wahlsieg – US-Einzelhandelsumsätze enttäuschen

Der japanische Yen setzt seine beeindruckende Erholung fort und hat seit dem Wahlsieg von Premierministerin Sanae Takaichi am Sonntag mehr als 2,5 Prozent zugelegt. Gleichzeitig belasten schwache US-Einzelhandelsumsätze die Stimmung an den Märkten und schüren Zweifel an der Verfassung der amerikanischen Konsumenten.
Die Kern-Einzelhandelsumsätze in den USA stiegen im Dezember lediglich um 0,1 Prozent, während die Zahlen für Oktober und November nach unten korrigiert wurden. Diese Entwicklung ließ die Erwartungen an US-Zinssenkungen am Dienstag leicht ansteigen und sorgte für steigende Kurse bei US-Staatsanleihen. Die schwachen Konsumausgaben könnten auch die jüngsten Kursgewinne von Aktien wie Walmart belasten, die von einer Umschichtung weg von KI-Unternehmen profitiert hatten.
Für den am Mittwoch anstehenden US-Arbeitsmarktbericht erwarten Analysten einen Anstieg der Beschäftigtenzahlen um 70.000 nach 50.000 im Dezember. Die Arbeitslosenquote dürfte stabil bei 4,4 Prozent verharren. Besondere Aufmerksamkeit könnten die Revisionen für das bis März laufende Jahr erhalten, die zeigen könnten, dass die Wirtschaft Hunderttausende Stellen weniger geschaffen hat als ursprünglich angenommen.
Asiatische Märkte mit gemischten Signalen
In Asien präsentierte sich die Stimmung uneinheitlich. Die Aktien des Chipherstellers TSMC stiegen am letzten Handelstag vor der Mondneujahrspause und trieben die taiwanische Börse auf ein Rekordhoch. Der MSCI Asia ex-Japan Index legte um 1,3 Prozent zu.
In Australien kletterten die Aktien der Commonwealth Bank um 7,8 Prozent, nachdem das Institut Marktanteilsgewinne und eine höher als erwartete Dividende verkündet hatte. Im Gegensatz dazu stürzte der Biotech-Riese CSL auf ein Achtjahrestief ab, nachdem das Unternehmen einen Gewinnrückgang von 81 Prozent gemeldet hatte – nur einen Tag nach der Bekanntgabe des Rücktritts von CEO Paul McKenzie.
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Zur AktienanalyseEuropäische Berichtssaison im Fokus
In Europa stehen am Mittwoch zahlreiche Quartalsergebnisse an. Zu den berichtenden Unternehmen gehören der französische Energiekonzern TotalEnergies, Siemens Energy, die Deutsche Börse, der niederländische Brauereikonzern Heineken, der Schweizer Aufzughersteller Schindler sowie der Brillenkonzern EssilorLuxottica. Die Zahlen dürften wichtige Hinweise auf die Verfassung der europäischen Wirtschaft liefern.


