ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Yen nahe 40-Jahres-Tief: Dollar legt zu, Iran-Zweifel belasten

Der US-Dollar gewinnt im asiatischen Handel an Stärke, während der Yen bei 161,455 nahe seinem schwächsten Stand verharrt.

Yen nahe 40-Jahres-Tief: Dollar legt zu, Iran-Zweifel belasten

Der US-Dollar hat im asiatischen Handel am Freitag zugelegt und den japanischen Yen nahe einem Vier-Jahrzehnt-Tief gehalten. Die japanische Währung notierte gegenüber dem US-Dollar unverändert bei 161,455 Yen und nähert sich damit ihrem schwächsten Stand seit zwei Jahren.

Der Yen hatte zunächst Stärke gezeigt, gab diese jedoch im Handelsverlauf wieder vollständig ab. Händler spekulierten derweil darüber, ob weitere Interventionen seitens der japanischen Behörden erforderlich sein könnten, um den anhaltenden Verfall der Währung zu stoppen.

Unsicherheit um Iran-Friedensgespräche belastet die Märkte

Zusätzlichen Druck auf die Märkte übte die Unsicherheit rund um ein mögliches Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran aus. Das Abkommen hing zum Zeitpunkt des Berichts in der Schwebe, was die Risikobereitschaft der Marktteilnehmer dämpfte und dem Dollar als sicherer Hafen zugutekam.

Die Handelssituation wurde durch Feiertage in China, Hongkong und Taiwan zusätzlich beeinflusst. Durch die reduzierten Handelsvolumina in der Region waren die Kursbewegungen an den Devisenmärkten in ihrer Dynamik eingeschränkt.

Hintergrund: Der schwache Yen als Dauerthema

Der Yen befindet sich seit geraumer Zeit unter erheblichem Abwertungsdruck. Ein Stand von rund 161 Yen je US-Dollar markiert ein Niveau, das zuletzt vor rund vier Jahrzehnten erreicht wurde – ein historisch bedeutsamer Schwellenwert, der die japanischen Währungshüter seit Monaten beschäftigt. Für deutsche Anleger und Exporteure ist die Entwicklung des Yen von Bedeutung, da ein schwacher Yen japanische Exportunternehmen im internationalen Wettbewerb begünstigt und gleichzeitig Druck auf konkurrierende europäische Hersteller ausübt.

Die Frage nach möglichen Interventionen der japanischen Notenbank oder des Finanzministeriums steht weiterhin im Raum. In der Vergangenheit haben japanische Behörden bei extremen Kursbewegungen am Devisenmarkt eingegriffen, um die Währung zu stützen. Ob und wann ein solcher Schritt erneut erfolgt, bleibt für Marktteilnehmer eine zentrale Frage.

Für Anleger, die in japanische Aktien oder Anleihen investiert sind, hat die Währungsentwicklung direkte Auswirkungen auf die in Euro gerechneten Renditen. Ein weiter fallender Yen schmälert die Erträge für europäische Investoren, sofern keine Währungsabsicherung vorgenommen wurde.

YenUs-DollarDevisenmarktJapan WährungYen TiefIran FriedensgesprächeWährungsintervention

Disclaimer