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XRP: Kann die Kryptowährung noch Millionäre machen?

Der Ripple-Token XRP verlor in zwölf Monaten 63 Prozent seines Wertes – und die wichtigsten Kurstreiber sind bereits verbraucht.

XRP: Kann die Kryptowährung noch Millionäre machen?

Der Kryptomarkt durchlebt turbulente Zeiten, und XRP bildet dabei keine Ausnahme. In den vergangenen zwölf Monaten ist der Kurs des Ripple-Tokens um 63 Prozent eingebrochen. Viele Anleger fragen sich nun, ob XRP noch das Potenzial besitzt, ein massives Comeback hinzulegen und Millionäre hervorzubringen. Die Antwort fällt ernüchternd aus.

Die Volatilität im Kryptomarkt hat zuletzt sogar im Vergleich zu historischen Maßstäben zugenommen. Das schwindende Interesse vieler Anleger an digitalen Vermögenswerten spiegelt sich in den dramatischen Kursrückgängen der meisten Token wider. XRP, der native Token des Ripple-Netzwerks, steht dabei stellvertretend für die Schwäche des gesamten Sektors.

Die wichtigsten Katalysatoren haben ihre Wirkung bereits entfaltet

Einer der bedeutendsten Kurstreiber der vergangenen Jahre war die Einführung von XRP-ETFs. Börsengehandelte Fonds (Exchange Traded Funds) ermöglichen es Anlegern, einfach und ohne technische Hürden in Kryptowährungen zu investieren – ohne die Notwendigkeit, Token direkt zu verwahren. Die bloße Erwartung eines XRP-ETFs trieb den Kurs zeitweise deutlich nach oben.

Doch seit die ersten XRP-ETFs vor weniger als zwei Jahren tatsächlich auf den Markt kamen, hat sich dieser Vorzieheffekt erschöpft. Was bleibt, ist die harte Realität der tatsächlichen Nachfrage – und die enttäuscht. Die Zuflüsse in XRP-ETFs beliefen sich auf mehr als 1,4 Milliarden US-Dollar. Das klingt zunächst beachtlich, liegt jedoch weit unter den ursprünglichen Erwartungen.

JPMorgan hatte für das erste Jahr Zuflüsse in XRP-ETFs zwischen 4 und 8 Milliarden US-Dollar prognostiziert. Die tatsächlichen Zahlen erreichten damit bestenfalls ein Drittel der optimistischsten Schätzungen. Für Anleger, die auf einen durch ETF-Zuflüsse getriebenen Kursanstieg gesetzt hatten, ist das eine herbe Enttäuschung.

Politischer Rückenwind ebenfalls bereits eingepreist

Ein weiterer Faktor, der XRP in den vergangenen Jahren beflügelt hatte, war die veränderte politische Haltung der US-Regierung gegenüber Kryptowährungen. Die offenere Regulierungspolitik und die Ankündigung des Weißen Hauses, eine strategische Bitcoin-Reserve einzuführen, sorgten zeitweise für Euphorie im gesamten Kryptomarkt – davon profitierte auch XRP.

Doch auch dieser Katalysator hat seine Wirkung bereits entfaltet. Politische Ankündigungen treiben Kurse in der Erwartungsphase – sind sie erst einmal Realität, fehlt der nächste Impuls. Für XRP bedeutet das: Die positiven Nachrichten sind bereits im Kurs eingepreist, während die Enttäuschungen über ausgebliebene Zuflüsse und den anhaltenden Kursverfall die Stimmung belasten.

Für deutsche Privatanleger, die XRP als potenziellen Millionärsmacher betrachten, zeichnet die aktuelle Datenlage ein skeptisches Bild. Die wichtigsten Wachstumstreiber – ETF-Einführung und regulatorischer Rückenwind – haben ihre Wirkung bereits gezeigt, ohne die erhofften Kurseffekte zu erzielen. Wer auf ein massives Comeback setzt, braucht dafür neue, bislang unbekannte Katalysatoren.

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