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Xior Student Housing bestätigt Gewinnprognose für 2026 und 2027

Der belgische Studentenwohnungsanbieter meldet starkes Mietwachstum und steigende Immobilienwerte im ersten Quartal 2026.

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Xior Student Housing bestätigt Gewinnprognose für 2026 und 2027

Xior Student Housing hat seine Gewinnprognose für die Jahre 2026 und 2027 bekräftigt. Der auf Studentenwohnungen spezialisierte Immobilienkonzern erwartet einen Gewinn je Aktie von €2,30 für 2026 und €2,40 für 2027. Das entspricht einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von rund 4 Prozent bei einer unveränderten Ausschüttungsquote von 80 Prozent.

Im ersten Quartal 2026 stieg der EPRA-Gewinn je Aktie um 1,8 Prozent auf €0,57. Hochgerechnet auf das Gesamtjahr ergibt sich daraus eine annualisierte Rate von €2,28 – ein Wert, der die Jahresprognose von €2,30 bereits in Reichweite rückt. Der EPRA-Gewinn ist eine im europäischen Immobiliensektor weit verbreitete Kennzahl, die den operativen Ertrag ohne Bewertungseffekte abbildet.

Starkes Mietwachstum übertrifft Inflationsniveau

Die Nettomieteinnahmen kletterten im ersten Quartal auf €48,6 Millionen – ein Plus von 11 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Besonders bemerkenswert: Das flächenbereinigte Mietwachstum lag bei 5 Prozent und übertraf damit sowohl die eigene Mindestprognose des Unternehmens von 4 Prozent als auch das allgemeine Inflationsniveau. Dies unterstreicht die Preissetzungsmacht von Xior in einem strukturell angespannten Markt für Studentenwohnungen.

Die Betriebskosten stiegen im gleichen Zeitraum um 10 Prozent – und damit etwas langsamer als die Nettomieteinnahmen mit 11 Prozent. Dieses Verhältnis zeigt, dass Xior trotz steigender Kosten die operative Marge stabil halten konnte.

Die EPRA-Leerstandsquote blieb mit lediglich 2 Prozent auf einem sehr niedrigen Niveau. Für Investoren ist dies ein wichtiges Signal: Eine derart geringe Leerstandsquote spricht für eine hohe und stabile Nachfrage nach den Wohneinheiten des Unternehmens.

Immobilienbewertungen drehen ins Positive

Ein weiteres positives Signal liefern die Immobilienbewertungen. Ende März stiegen diese auf flächenbereinigter Basis um 0,8 Prozent – nach einem Rückgang von 0,6 Prozent im vierten Quartal 2025 eine deutliche Trendwende. Der Netto-Sachwert (Net Tangible Asset Value, NTAV) je Aktie lag zum Quartalsende bei €39,47, was einem Anstieg von 2,1 Prozent gegenüber Dezember 2025 entspricht.

Auf der Finanzierungsseite zeigt sich Xior solide aufgestellt. Die Absicherungsquote der Verbindlichkeiten beträgt 89 Prozent bei einer durchschnittlichen Laufzeit von 4,6 Jahren. Die Fremdkapitalkosten sanken leicht auf 3,05 Prozent, nach 3,06 Prozent im Gesamtjahr 2025. Das Unternehmen gab zudem an, dass 100 Prozent seines Finanzierungsbedarfs für die nächsten 18 Monate vollständig gedeckt sind – ein klares Zeichen finanzieller Stabilität.

Verschuldungsgrad und Investitionspipeline im Blick

Der Verschuldungsgrad (Loan-to-Value, LTV) lag zum Quartalsende bei 49,5 Prozent. Dieser Wert liegt im für europäische Immobilienunternehmen üblichen Bereich, verdient jedoch weiterhin Aufmerksamkeit, insbesondere in einem Umfeld mit erhöhten Zinsen.

Die verbleibenden Investitionsausgaben für die aktive Projektpipeline sind auf €9 Millionen begrenzt. Gleichzeitig besteht ein zusätzliches Mietpotenzial von €10 Millionen aus diesen Projekten. Das Verhältnis von geringem Kapitaleinsatz zu vergleichsweise hohem Ertragspotenzial deutet auf eine effiziente Nutzung der bestehenden Pipeline hin.

Xior Student Housing ist einer der führenden Anbieter von Studentenwohnungen in Europa und betreibt Immobilien in mehreren Ländern, darunter Belgien, die Niederlande, Spanien und Portugal. Der Markt für Studentenwohnungen gilt als defensives Segment im Immobiliensektor, da die Nachfrage nach Hochschulbildung – und damit nach entsprechendem Wohnraum – weitgehend konjunkturunabhängig ist.

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