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Xiaomi eröffnet eigene Filialen in Deutschland

Der Tech-Konzern expandiert, stellt ein und plant Elektroautos für Europa

Xiaomi eröffnet eigene Filialen in Deutschland

Der chinesische Technologiekonzern Xiaomi baut seine Präsenz in Deutschland weiter aus und plant die Eröffnung eigener Filialen. Bisher hatte das Unternehmen seine Produkte vorwiegend über Online-Shops, Vertragshändler und Franchise-Läden vertrieben. Deutschlandchef Alan Chen Li erklärte im Vorfeld des Mobile World Congress in Barcelona, dass das Unternehmen derzeit nach geeigneten Standorten suche. Zudem sind zahlreiche Stellen ausgeschrieben, vor allem in technischen Bereichen.

Seit dem Markteintritt im Jahr 2019 hat sich Xiaomi in Deutschland als drittgrößter Smartphone-Anbieter hinter Apple und Samsung etabliert. Im Jahr 2024 betrug der Marktanteil des Unternehmens 18 Prozent. Die Expansion umfasst nun nicht nur die Eröffnung eigener Geschäfte, sondern auch eine breitere Produktpalette. Ursprünglich als Smartphone-Hersteller gestartet, bietet Xiaomi mittlerweile ein umfangreiches Sortiment an vernetzten Alltagsgegenständen an. Darüber hinaus hat das Unternehmen im vergangenen Jahr sein erstes Elektrofahrzeug auf den Markt gebracht.

Während der Messe in Barcelona stellte Xiaomi sein neues Spitzenmodell, das Xiaomi 15 Ultra, vor. Besondere Aufmerksamkeit erhielt die mit Leica entwickelte Kamera des Geräts. Der deutsche Kameraexperte Matthias Harsch äußerte sich beeindruckt über die Qualität der Aufnahmen. Das Smartphone wird zu einem Preis von 1499 Euro verkauft, mit einer optionalen Halterung für 99 Euro, die das Gerät in eine Fotokamera verwandelt.

Neben Smartphones setzt Xiaomi verstärkt auf den Automobilmarkt. Gründer Lei Jun hatte sich 2019 aus dem Tagesgeschäft zurückgezogen, um sich auf den Aufbau einer eigenen Autoserie zu konzentrieren. Im vergangenen Jahr brachte das Unternehmen mit dem SU7 sein erstes Elektrofahrzeug in China auf den Markt. Innerhalb von zehn Minuten nach Verkaufsstart wurden 6900 Bestellungen für das neue Modell SU7 Ultra verzeichnet. Der Preis für das Fahrzeug liegt bei umgerechnet 70.000 Euro. In naher Zukunft plant Xiaomi die Markteinführung eines Mittelklasse-SUVs unter der Bezeichnung YU7.

Das Unternehmen verfolgt ehrgeizige Expansionspläne über den chinesischen Markt hinaus. Spitzenmanager William Lu erklärte, dass Xiaomi seine Elektrofahrzeuge bald auch in anderen Märkten anbieten werde, darunter Deutschland. Konkrete Angaben zum Zeitpunkt einer Markteinführung in Europa wurden jedoch nicht gemacht. In Deutschland hat Xiaomi derzeit rund 40 offene Stellen ausgeschrieben, hauptsächlich in Düsseldorf und München. Besonders gefragt sind Technikexperten mit Erfahrung im Automobilsektor.

Auch andere chinesische Smartphone-Hersteller sind auf dem Mobile World Congress vertreten. Unternehmen wie Oppo, Realme, Honor und Lenovo mit der Marke Motorola nutzen die Messe, um ihre Präsenz auf dem europäischen Markt zu stärken. Analysten sehen Europa als einen der wichtigsten Märkte für chinesische Hersteller, da der Zugang zu den USA aufgrund politischer Spannungen erschwert ist. Trotz der Expansionsbemühungen stehen die Unternehmen vor Herausforderungen, insbesondere in der oberen Preisklasse, die von Samsung und Apple dominiert wird. Xiaomi hat sich durch seinen Markteintritt mit Elektroautos jedoch eine Alleinstellung verschafft, die ihm langfristig Vorteile bringen könnte.

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