Xbox Series X kostet jetzt 670 Pfund – Microsoft erhöht Preise drastisch
Steigende Kosten für RAM und Flash-Speicher zwingen Microsoft zu massiven Preiserhöhungen bei Xbox-Konsolen weltweit.

Microsoft hat die Preise für seine Xbox-Konsolen weltweit deutlich angehoben. Als Begründung nennt der Konzern explodierende Kosten für Arbeitsspeicher- und Flash-Speicherchips. Die Preiserhöhungen treffen Spieler in Großbritannien, den USA und der EU gleichermaßen hart.
Die Premium-Konsole Xbox Series X mit Laufwerk kostet in Großbritannien nun 670 Britische Pfund – zuvor lag der Preis bei 500 Pfund. Das entspricht einem Anstieg von 170 Pfund oder 34 Prozent. Noch drastischer fällt die Erhöhung bei der Basisversion Xbox Series S aus: Sie kostet jetzt 430 Pfund, was einem Anstieg von rund 43 Prozent gegenüber dem bisherigen Preis von 300 Pfund entspricht.
Auch in den USA und der EU sind die Preise gestiegen. In den Vereinigten Staaten kletterte der Preis für die Basiskonsole um 100 US-Dollar auf 499 Dollar, während eine Variante mit mehr Speicherplatz um 150 Dollar auf 749 Dollar teurer wurde. In der EU wird eine Series S mit erweitertem Speicher sogar rund 200 Euro mehr kosten als bisher.
KI-Nachfrage treibt Komponentenpreise in die Höhe
Microsoft erklärte im Juni, man habe „gehofft, dass eine weitere Preiserhöhung nicht notwendig sein würde", machte jedoch die steigenden Kosten für Konsolenspeicher und Arbeitsspeicher für den Schritt verantwortlich. Arbeitsspeicher (RAM), einst ein vergleichsweise günstiges Bauteil, ist im Preis sprunghaft gestiegen – teilweise bedingt durch die enorme Nachfrage von KI-Unternehmen. Auch Grafikkarten, eine Schlüsselkomponente von Konsolen und Gaming-PCs, haben sich durch ihren Einsatz bei der Generierung von KI-Inhalten erheblich verteuert.
Microsoft steht mit dieser Entwicklung nicht allein. Der Konkurrent Sony hatte die Preise für die PlayStation 5 bereits im März um 90 Britische Pfund angehoben und verwies ebenfalls auf steigende Hardwarekosten. Auch Valve, der Hersteller des Steam-Deck-Handheld-PCs, brachte sein Gerät zu einem deutlich höheren Preis als erwartet auf den Markt – mit derselben Begründung.
Verbraucher und Experten reagieren mit Kritik
Die Reaktionen in der Gaming-Community fallen scharf aus. Der X-Nutzer @BlackPanthaa bezeichnete den neuen Preis der Xbox Series S als „absolut abscheulich". Ein Reddit-Nutzer sprach von „Straßenraub für eine Konsole, die vor 6 Jahren auf den Markt kam". Große Technologieunternehmen stehen unter Druck, weil sie steigende Komponentenkosten an Verbraucher weitergeben – besonders bei Produkten, die bereits seit Jahren erhältlich sind.
Branchenbeobachter warnen zudem, dass die Preiserhöhungen noch nicht abgeschlossen sein könnten. „Das ist noch nicht einmal die Obergrenze", schrieb Jez Corden, Redakteur bei Windows Central, auf X zu den Xbox-Preiserhöhungen. Der Gaming-Chef von Amazon erklärte gegenüber der BBC, dass steigende Hardwarekosten dazu führen könnten, dass mehr Menschen auf Konsolen verzichten und stattdessen Spiele streamen.
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Zur AktienanalyseXbox kämpft auch intern mit Schwierigkeiten
Die Preiserhöhungen kommen zu einem schwierigen Zeitpunkt für Xbox. Microsoft meldete zuletzt rückläufige Umsätze in der Gaming-Sparte. Im Juli leitete das Unternehmen zudem das ein, was Führungskräfte als „die bedeutendste Umstrukturierung in der Geschichte von Xbox" bezeichneten – verbunden mit dem Abbau von rund 3.200 Stellen in der gesamten Belegschaft.
Für deutsche und europäische Spieler bedeutet die aktuelle Entwicklung: Wer eine neue Konsole kaufen möchte, muss tiefer in die Tasche greifen als je zuvor. Ob die Preise weiter steigen oder sich stabilisieren, bleibt abzuwarten – die Signale aus der Branche deuten jedoch nicht auf eine baldige Entspannung hin.


