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X auf Kurs nach turbulentem Wertverlust

Wie Elon Musk das Unternehmen finanziell stabilisierte und seine Zukunft sichert

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X auf Kurs nach turbulentem Wertverlust

Elon Musk hat in der Vergangenheit mehrfach bewiesen, dass er auch in scheinbar ausweglosen finanziellen Situationen Lösungen findet. Dies zeigt sich aktuell erneut bei der von ihm übernommenen Nachrichtenplattform X. Nachdem das ehemalige Twitter nach der Umbenennung massiv an Wert verloren hatte, wird das Unternehmen nun wieder mit 44 Milliarden Dollar bewertet.

Noch vor wenigen Monaten sah es für X anders aus. Im September 2023 hatte der Investor Fidelity Investment den Wert der Plattform auf nur noch zehn Milliarden Dollar reduziert. Ausschlaggebend für den damaligen Einbruch war ein erheblicher Rückgang der Werbeeinnahmen, da viele Unternehmen sich von der Plattform abwandten. Musk selbst sprach von einem Boykott und beschuldigte Disney-Chef Bob Iger sowie eine globale Werbeallianz, sich gegen ihn verschworen zu haben.

Die Situation änderte sich im November 2024 mit dem Wahlsieg von Donald Trump. Die Plattform rückte damit wieder ins Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit. In diesem Zusammenhang kam es zu verstärktem Engagement von Tech-Milliardären, die sich auf die veränderte politische Landschaft einstellten. J.D. Vance, der designierte Vizepräsident, forderte eine Zurückhaltung Europas bei der Regulierung von US-Konzernen. Dies verlieh X zusätzlichen Aufwind.

Parallel dazu nutzte Musk die aufkommende Euphorie, um Investoren von der Zukunft der Plattform zu überzeugen. Ein zentraler Schachzug war die Beteiligung von X an seinem KI-Unternehmen xAI. Dieses Start-up, das mit seiner künstlichen Intelligenz Grok in Konkurrenz zu Google, OpenAI und Meta tritt, wurde in einer Finanzierungsrunde im Dezember auf 50 Milliarden Dollar geschätzt. Inzwischen könnte der Wert die Marke von 100 Milliarden Dollar erreicht haben. Musk übertrug X-Gesellschaftern, darunter Fidelity, Sequoia Capital und Oracle-Gründer Larry Ellison, bis zu 25 Prozent seiner xAI-Anteile.

Dieser Schritt machte es Banken wie Morgan Stanley, Barclays und der Bank of America möglich, Kredite für den Kauf von X in Höhe von elf Milliarden Dollar an neue Investoren wie Pimco und Citadel weiterzureichen. Vier Milliarden Dollar dieser Summe wurden sogar ohne Abschläge platziert. Die finanzielle Situation von X stabilisierte sich daraufhin, da die Schulden durch langfristige Kredite refinanziert werden konnten. Dies trug zur jüngsten Neubewertung des Unternehmens bei.

Auch das Kerngeschäft von X zeigt positive Entwicklungen. Laut einer Präsentation von X-Chefin Linda Yacarino steigen die Werbeeinnahmen seit dem Amtsantritt Trumps wieder an. Insbesondere Amazon trägt zu diesem Wachstum bei. Musk setzt zudem seine Pläne zur Transformation von X in eine sogenannte „Everything App“ weiter um. Mit X Money, einem Bezahldienst in Kooperation mit Visa, soll die Plattform zukünftig als umfassendes digitales Ökosystem fungieren.

Damit kehrt Musk gewissermaßen zu seinen Anfängen zurück. Bereits im Jahr 2000 hatte er mit X.com einen Bezahldienst gegründet, der später in Paypal aufging. Ebay erwarb Paypal 2002 für 1,5 Milliarden Dollar, wovon Musk rund 180 Millionen Dollar erhielt. Dieses Kapital investierte er in seine späteren Unternehmen SpaceX und Tesla. Nun könnte X ein weiteres Kapitel in seiner unternehmerischen Erfolgsgeschichte aufschlagen.

Social Media XElon Musk

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