W.P. Carey-Aktie unter Druck: 432 Millionen Dollar Kapitalerhöhung belastet Kurs
REIT platziert 6 Millionen neue Aktien zu 72 Dollar – Vorbörslich minus 3,4 Prozent

Die Aktie des US-amerikanischen Gewerbeimmobilien-Investors W.P. Carey (NYSE:WPC) geriet am Mittwoch im vorbörslichen Handel unter Verkaufsdruck. Der Kurs fiel um 3,4 Prozent, nachdem das Unternehmen die Konditionen einer umfangreichen Kapitalerhöhung bekanntgegeben hatte.
Der Real Estate Investment Trust (REIT) platziert insgesamt 6 Millionen Stammaktien zu einem Preis von 72 Dollar je Anteilsschein. Damit fließen dem Unternehmen Bruttoerlöse in Höhe von 432 Millionen Dollar zu. Zusätzlich räumte W.P. Carey den Konsortialbanken eine 30-tägige Mehrzuteilungsoption für weitere 900.000 Aktien ein – die sogenannte Greenshoe-Option.
Die Emission erfolgt über Forward-Sale-Vereinbarungen mit der Bank of America und JPMorgan Chase Bank. Diese Konstruktion ermöglicht es dem Unternehmen, die Aktien auf Termin zu verkaufen. W.P. Carey plant, die Forward-Kontrakte innerhalb der kommenden 24 Monate physisch abzuwickeln.
Verwendung der Mittel
Das frische Kapital soll mehreren Zwecken dienen: Das Unternehmen will damit potenzielle künftige Immobilieninvestitionen finanzieren und bestehende Verbindlichkeiten zurückführen. Konkret sollen ausstehende Beträge unter der unbesicherten revolvierenden Kreditfazilität getilgt werden. Ein Teil der Mittel ist zudem für allgemeine Unternehmenszwecke vorgesehen.
BofA Securities und J.P. Morgan fungieren als Joint Book-Running Manager der Transaktion und koordinieren die Platzierung der Aktien bei institutionellen Investoren.
Über W.P. Carey
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Zur AktienanalyseW.P. Carey ist ein intern verwalteter, diversifizierter REIT mit Fokus auf Gewerbeimmobilien in den USA und Europa. Das Unternehmen vermietet seine Objekte langfristig an Unternehmen im Rahmen von Net-Lease-Verträgen, bei denen die Mieter die Betriebskosten tragen. Das Portfolio besteht hauptsächlich aus Industrie-, Lager- und Einzelhandelsobjekten mit Einzelmietern.
Für Anleger bedeutet die Kapitalerhöhung eine Verwässerung der bestehenden Anteile, was die negative Kursreaktion erklärt. Gleichzeitig verschafft sich das Unternehmen finanzielle Flexibilität für weiteres Wachstum in einem herausfordernden Immobilienmarktumfeld.


