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Worthington Steel bietet 11 Euro je Aktie für Klöckner & Co

Der US-Stahlkonzern Worthington Steel will den Düsseldorfer Stahlhändler Klöckner & Co übernehmen. Das Übernahmeangebot liegt bei 11 Euro je Aktie und bewertet das Unternehmen mit 2,1 Milliarden Euro.

Worthington Steel bietet 11 Euro je Aktie für Klöckner & Co

Eine milliardenschwere Übernahme bahnt sich in der deutschen Stahlindustrie an: Der amerikanische Konzern Worthington Steel hat ein offizielles Kaufangebot für den Düsseldorfer Stahlhändler Klöckner & Co vorgelegt. Mit 11 Euro je Aktie liegt das Angebot deutlich über dem aktuellen Kursniveau und signalisiert die strategische Bedeutung der Transaktion.

Großaktionär unterstützt Übernahme

Eine entscheidende Weichenstellung für den Deal: Friedhelm Loh, der über seine Beteiligungsgesellschaft Swoctem GmbH 41,5 Prozent der Klöckner-Aktien kontrolliert, hat seine Unterstützung für das Übernahmeangebot zugesagt. Diese Rückendeckung des Großaktionärs erhöht die Erfolgswahrscheinlichkeit der Transaktion erheblich. Worthington Steel beziffert den Unternehmenswert von Klöckner & Co auf 2,4 Milliarden US-Dollar, was etwa 2,1 Milliarden Euro entspricht.

Kurssprung nach Bekanntgabe der Verhandlungen

Die Börse hatte bereits im Dezember 2024 reagiert, als beide Unternehmen erstmals Fusionsgespräche öffentlich machten. Die Klöckner-Aktie schoss damals um 42 Prozent auf 8,61 Euro nach oben. Das nun vorliegende konkrete Angebot liegt noch einmal 28 Prozent über dem Xetra-Schlusskurs vom Donnerstag und verdeutlicht die Übernahmeprämie, die Worthington Steel zu zahlen bereit ist.

Mindestens 65 Prozent angestrebt

Der US-Konzern aus Columbus, Ohio, strebt den Erwerb von mindestens 65 Prozent der Klöckner-Anteile an. Mit dem bereits gesicherten Paket des Großaktionärs Loh wäre diese Schwelle nahezu erreicht. Worthington Steel rechnet mit einem Transaktionsabschluss in der zweiten Jahreshälfte 2025, vorbehaltlich der üblichen regulatorischen Genehmigungen und der Annahmequote im öffentlichen Übernahmeangebot.

Konsolidierung im Stahlhandel

Die geplante Übernahme reiht sich ein in die anhaltende Konsolidierungswelle im globalen Stahlsektor. Für Klöckner & Co, das in den vergangenen Jahren mit Margendruck und Transformationsherausforderungen kämpfte, könnte die Integration in einen größeren Konzern neue strategische Perspektiven eröffnen. Anleger sollten die weitere Entwicklung der Annahmequote und mögliche Gegenangebote im Blick behalten.

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