World Diamond Council wählt neuen Präsidenten und Vizepräsidenten
Ronnie VanderLinden übernimmt die Führung des WDC und fordert eine geeinte Stimme für natürliche Diamanten.

Ronnie VanderLinden ist auf der Jahreshauptversammlung 2026 des World Diamond Council (WDC) am 7. Mai in Antwerpen zum neuen Präsidenten der Branchenorganisation gewählt worden. Er tritt damit die Nachfolge von Feriel Zerouki an, die zur Ehrenpräsidentin ernannt wurde. VanderLinden übernimmt das Amt in einem schwierigen Marktumfeld, das von schwächerer Nachfrage, verstärktem Wettbewerb und fragmentierten Botschaften geprägt ist.
In seiner Antrittsrede machte VanderLinden die Prioritäten seiner Präsidentschaft unmissverständlich klar: „Wir sind aus einem einzigen Grund hier: Um uns als Fürsprecher für den Handel mit natürlichen Diamanten einzusetzen. Wir müssen mit einer Stimme für natürliche Diamanten sprechen. Wenn wir nicht maßgeblich dazu beitragen, den Verkauf natürlicher Diamanten zu fördern, erfüllen wir unsere Aufgabe nicht." Die Branche müsse sich hinter einer klaren und konsistenten Botschaft vereinen.
VanderLinden betonte, dass diese Botschaft durch die konkrete Rolle untermauert werden müsse, die natürliche Diamanten in den Erzeugerländern spielen. „Die Argumente für natürliche Diamanten sind überzeugend. Aber sie müssen belegt werden. Woher sie kommen, wie sie die Lieferkette durchlaufen und was sie in den Erzeugerländern bewirken – das sind die Beweise, die wir vorlegen müssen", sagte er. Zugleich forderte er die Organisation auf, Hindernisse zu beseitigen, die Geschäftstätigkeit und Wettbewerb erschweren.
Kimberley-Prozess als Vertrauensanker
Ein zentrales Thema der neuen Präsidentschaft ist die Stärkung des Kimberley-Prozesses. Das internationale Zertifizierungssystem wurde eingeführt, um zu verhindern, dass sogenannte Konfliktdiamanten – also Rohdiamanten, die zur Finanzierung von Rebellenbewegungen gegen anerkannte Regierungen genutzt werden – in den regulären Markt gelangen. VanderLinden positioniert den Kimberley-Prozess ausdrücklich als Mechanismus zur Stärkung des Vertrauens in natürliche Diamanten.
„Wir werden die Arbeit an der Aktualisierung der Definition von Konfliktdiamanten fortsetzen, damit sie die Realität heutiger Risiken widerspiegelt und das Vertrauen in natürliche Diamanten stärkt", erklärte der neue WDC-Präsident. Die Modernisierung dieser Definition gilt in der Branche seit Jahren als dringlich, da sich die geopolitischen Risiken und Konfliktmuster weltweit verändert haben.
VanderLinden legte auch den Maßstab für seine eigene Amtszeit fest: „Diese Präsidentschaft wird nach einem sehr einfachen Maßstab beurteilt werden: Nicht nach dem, was wir in Sitzungen sagen, sondern nach dem, was im Handel geschieht." Diese ergebnisorientierte Haltung unterstreicht den Handlungsdruck, unter dem die Branche steht.
Neues Führungsteam komplett
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Zur AktienanalyseAn der Seite VanderLindens wird Anoop Mehta als neu ernannter Vizepräsident agieren. VanderLinden bezeichnete ihn als „eine Säule sowohl des indischen als auch des globalen Handels mit natürlichen Diamanten". Indien spielt als weltgrößter Schleif- und Polierstandort für Diamanten eine Schlüsselrolle in der globalen Lieferkette. „Ich könnte mir keinen besseren Stellvertreter wünschen. Anoops Erfahrung, Führungskompetenz und seine tiefen Verbindungen innerhalb der gesamten Branche werden von enormer Bedeutung sein, während wir diese Arbeit gemeinsam fortsetzen", so VanderLinden.
Während der Jahreshauptversammlung wurde das Führungsteam des WDC vollständig neu aufgestellt. David Bonaparte wurde zum Schatzmeister gewählt, Udi Sheintal als WDC-Sekretär wiedergewählt. Die scheidende Präsidentin Feriel Zerouki wurde auf Vorschlag VanderLindens zur Ehrenpräsidentin des WDC ernannt – eine besondere Geste der Anerkennung für ihre geleistete Arbeit.


