Workday-Aktie springt nach starken Q1-Zahlen kräftig an
Cloud-Software-Anbieter Workday übertrifft Erwartungen bei Gewinn und Umsatz – KI-Monetarisierung beschleunigt sich deutlich.

Die Aktie von Workday legte im Vormittagshandel um +5,5% zu, nachdem der US-amerikanische Anbieter von Cloud-Unternehmenssoftware einen über den Erwartungen liegenden Quartalsbericht vorgelegt hatte. Der bereinigte Gewinn je Aktie (EPS) erreichte $2,66 und übertraf damit die Analystenschätzungen von $2,52 deutlich. Auch beim Umsatz konnte Workday überzeugen: Der Gesamtumsatz lag mit $2,54 Milliarden leicht über dem Konsens von $2,52 Milliarden.
Besonders stark entwickelten sich die Abonnementeinnahmen, die um 14,3% auf $2,35 Milliarden stiegen. Chief Commercial Officer Rob Enslin hob hervor, dass Neugeschäft 40% dieses Wachstums ausmachte – ein Zeichen dafür, dass Workday trotz eines schwierigen Marktumfelds neue Kunden gewinnen konnte.
Ausblick angehoben – KI als Wachstumstreiber
Das Unternehmen bestätigte seine Prognose für die Abonnementeinnahmen im Geschäftsjahr 2027 von $9,925 Milliarden bis $9,950 Milliarden. Darüber hinaus hob Workday den Ausblick für die Non-GAAP-Operative-Marge auf 30,5% an und verwies dabei auf Effizienzsteigerungen im operativen Geschäft sowie die zunehmende Nutzung von Künstlicher Intelligenz.
Im Bereich KI-Produkte zeigen sich erste messbare Erfolge: KI trug mehr als 25% zum neuen jährlichen Vertragswert (ACV) aus Kundenerweiterungen bei. Noch beeindruckender: KI-bezogene Abschlüsse waren im Durchschnitt um mehr als 50% größer als herkömmliche Deals. Workday hatte seine Plattform zuletzt aktiv um KI-Funktionen erweitert, darunter die im März eingeführte konversationelle KI-Ebene namens „Sana", die Aufgaben wie die Sichtung von Bewerbungen und die Optimierung der Personalplanung automatisieren soll.
Analysten reagieren überwiegend positiv
Mindestens sieben Brokerhäuser hoben ihre Kursziele für die Workday-Aktie nach den Ergebnissen an, während zwei sie senkten. Die Stimmung unter den Analysten war insgesamt konstruktiv. Jefferies zeigte sich besonders optimistisch: „Wir glauben, dass Workday aufgrund seiner 80 Millionen Nutzer, der starken Kundenbindung und seines Status als ‚System of Record' relativ geschützt vor KI-Disruptionen ist." Barclays äußerte sich zurückhaltender: „Wir sind uns nicht sicher, ob diese Ergebnisse die grundlegende Investmentthese ändern werden, aber sie liefern dennoch beruhigende Datenpunkte."
Die Quartalsergebnisse kommen zu einem Zeitpunkt, an dem die Workday-Aktie im bisherigen Jahresverlauf erheblich unter Druck stand. Vor dem heutigen Kurssprung hatte das Papier rund 43% an Wert verloren – deutlich mehr als der S&P 500 Software- und Dienstleistungsindex, der im gleichen Zeitraum etwa 14% eingebüßt hatte. Die heutige Erholung stellt damit eine bedeutende Gegenbewegung dar.
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Zur AktienanalyseDie Aktie erreichte im Handelsverlauf ein Sitzungshoch von $133,71, bevor sie sich bei rund $128,51 einpendelte. Der breitere US-Markt bot dabei einen unterstützenden Hintergrund: Der S&P 500 legte um +0,6% zu, der Dow Jones gewann +0,7% und der Nasdaq stieg um +0,5%.
Die Kombination aus einem soliden Übertreffen der Erwartungen bei Umsatz und Gewinn, einem bestätigten Abonnement-Ausblick, einer angehobenen Margenprognose, breiten Kurszielanhebungen durch Analysten und einer beschleunigten KI-Monetarisierung lieferte die Grundlage für die heutige kräftige Erholung. Für Anleger bleibt entscheidend, ob Workday den eingeschlagenen Wachstumspfad im weiteren Jahresverlauf bestätigen kann.


