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Woodside übertrifft Umsatzerwartungen trotz Ölpreisdruck

Der australische Öl- und Gaskonzern Woodside meldet Rekordproduktion im vierten Quartal 2025. Trotz niedriger Ölpreise steigt die Aktie um 2,5 Prozent.

Woodside übertrifft Umsatzerwartungen trotz Ölpreisdruck

Der australische Energiekonzern Woodside hat im vierten Quartal 2025 die Markterwartungen übertroffen und damit seine Aktionäre positiv überrascht. Die Aktie legte am Mittwoch um bis zu 2,53 Prozent auf 24,93 Dollar zu, während der australische Leitindex um 0,22 Prozent nachgab.

Rekordproduktion kompensiert Preisdruck

Die Fördermenge erreichte mit 198,8 Millionen Barrel Öläquivalent (BOE) einen neuen Höchstwert und übertraf damit die Analystenschätzungen. Besonders stark entwickelten sich die Schlüsselanlagen Sangomar, Shenzi und Pluto LNG. Diese operative Stärke half dem Unternehmen, die niedrigsten Ölpreise seit 2020 zu kompensieren.

Analysten zeigten sich beeindruckt von den Zahlen. Nik Burns von Jarden und Saul Kavonic von MST Marquee bezeichneten die Ergebnisse übereinstimmend als "stark". Die Produktionsleistung unterstreicht die operative Effizienz des führenden australischen Gasproduzenten.

Konservative Prognose für 2026

Für das laufende Jahr gibt sich Woodside jedoch zurückhaltend. Die Produktionsprognose von 172 bis 186 Millionen BOE liegt etwa drei Prozent unter den Konsenserwartungen. Grund dafür sind geplante Wartungsarbeiten und eine umfassende Überholung des Pluto-LNG-Projekts im zweiten Quartal.

Analysten sehen die vorsichtige Prognose gelassen. Burns verwies darauf, dass Woodside im Vorjahr ebenfalls konservativ startete, die Prognose dann zweimal anhob und schließlich die obere Spanne übertraf. "Wir gehen davon aus, dass der Markt annehmen wird, dass sich diesmal dasselbe wiederholen könnte", schrieb er.

Scarborough-Projekt auf Kurs

Interims-CEO Liz Westcott führte die starke Quartalsleistung auf die stabile Plateauproduktion im senegalesischen Ölfeld Sangomar und den 100-prozentigen Betrieb von Pluto LNG in der zweiten Jahreshälfte 2025 zurück.

Einen wichtigen Meilenstein markierte das Scarborough Energy Project mit der Ankunft der schwimmenden Produktionseinheit. Das zu 94 Prozent fertiggestellte Projekt liegt im Budget und soll im vierten Quartal 2026 die erste LNG-Ladung liefern – etwas später als ursprünglich im dritten Quartal erwartet.

Führungswechsel noch offen

Die Suche nach einem permanenten CEO läuft weiterhin. Meg O'Neill hatte Woodside Mitte Dezember verlassen, um zu BP zu wechseln. Westcott gilt als eine von drei aussichtsreichen internen Kandidatinnen für die Nachfolge.

Kavonic von MST Marquee sieht das Unternehmen auf einem "stabileren Aufwärtstrend" und bestätigte, dass Woodside nun konservative Produktionsprognosen abgebe. Zusätzlich meldete der Konzern im Dezember die erste Ammoniakproduktion im Beaumont-Projekt, dessen Inbetriebnahme Anfang 2026 abgeschlossen werden soll.

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