ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Woodside steigert Umsatz dank starker Senegal-Produktion

Rückzug aus US-Wasserstoffprojekt und hohe Kosten für alte Offshore-Anlagen belasten Ergebnis

Woodside steigert Umsatz dank starker Senegal-Produktion

Ein kräftiger Produktionsschub aus dem westafrikanischen Senegal hat dem australischen Energiekonzern Woodside Energy im zweiten Quartal einen Umsatzanstieg von acht Prozent beschert. Mit Einnahmen in Höhe von 3,28 Milliarden US-Dollar übertraf das Unternehmen die Markterwartungen deutlich. Insbesondere das Sangomar-Projekt trug maßgeblich zum Ergebnis bei und allein 510 Millionen US-Dollar zum Quartalsumsatz bei. Die Gesamtproduktion des Unternehmens stieg auf 50,1 Millionen Barrel Öläquivalent – ein Plus von 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal.

Parallel dazu konnte Woodside seine Produktionskosten pro Einheit senken. Die Spanne liegt nun zwischen acht und 8,50 US-Dollar je Barrel Öläquivalent, nachdem sie zuvor bei bis zu neun US-Dollar gelegen hatte. Diese Entwicklung sowie die insgesamt positiven Quartalszahlen führten dazu, dass die Aktie des Unternehmens um bis zu 2,4 Prozent auf ein Ein-Monats-Hoch von 25,44 australischen Dollar zulegte. Damit übertraf sie auch die Kursentwicklung des breiteren Energie-Subindex.

Gleichzeitig trennte sich das Unternehmen von einem ambitionierten, aber letztlich unrentablen Projekt im Bereich Wasserstoff. Der Rückzug aus dem H2OK-Projekt im US-Bundesstaat Oklahoma ist mit einem Abschreibungsverlust in Höhe von rund 140 Millionen US-Dollar verbunden. Als Grund nannte Woodside steigende Kosten und eine schwächere Nachfrage als erwartet im Bereich kohlenstoffarmer Wasserstofflösungen.

Neben dem Projektstopp in den USA sieht sich das Unternehmen mit steigenden Kosten für die Stilllegung alter Offshore-Anlagen konfrontiert. Technische Herausforderungen bei geschlossenen Standorten wie Minerva, Stybarrow und Griffin lassen die voraussichtlichen Vorsteuerkosten für Rückbauarbeiten auf 400 bis 500 Millionen US-Dollar ansteigen. Der Konzern betonte dabei die wachsenden Herausforderungen im Zusammenhang mit alternder Infrastruktur.

Ein bedeutender finanzieller Erfolg gelang Woodside durch den Verkauf eines 40-Prozent-Anteils an seinem Flüssigerdgasprojekt in Louisiana an das US-Infrastrukturunternehmen Stonepeak. Der Verkauf brachte im Juni rund 5,7 Milliarden US-Dollar ein. Zusätzlich verpflichtete sich der Käufer, in den Jahren 2025 und 2026 drei Viertel der Projektkosten zu tragen. Das Unternehmen erklärte, weiterhin großes Interesse von möglichen Partnern für zusätzliche Beteiligungen zu verzeichnen.

In einem weiteren Schritt hatte Woodside bereits Ende März eine Vereinbarung mit dem britischen Unternehmen Perenco getroffen, um seine Öl- und Gasaktivitäten in Trinidad und Tobago zu veräußern. Diese umfassen Produktionsanlagen sowie Beteiligungen an Fördergebieten in flachen Gewässern. Aufgrund dieser Transaktion passte das Unternehmen seine Produktionsprognose für 2025 leicht an – sie liegt nun bei 188 bis 195 Millionen Barrel Öläquivalent. Zuvor hatte die Spanne bei 186 bis 196 Millionen gelegen.

Woodside EnergyÖlGasFinanzenGewinne

Disclaimer