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Wolfe Research: Steuererstattungen puffern Konsum gegen Ölpreisschock

Steigende Benzinpreise belasten US-Verbraucher – doch Steuerrückerstattungen und fiskalische Impulse sollen gegensteuern.

Wolfe Research: Steuererstattungen puffern Konsum gegen Ölpreisschock

Trotz steigender Energiepreise sieht Wolfe Research den US-Konsum gut abgesichert. Die Analysten verweisen auf Steuerrückerstattungen, die seit Jahresbeginn um 11 Prozent zulegen, als wichtigen Puffer gegen die wachsende finanzielle Belastung durch höhere Benzinkosten.

Die durchschnittlichen Benzinpreise in den USA sind zuletzt auf 3,54 US-Dollar pro Gallone gestiegen. Das entspricht umgerechnet etwa 0,94 Euro pro Liter und schürt Sorgen über eine mögliche Wachstumsverlangsamung in der weltgrößten Volkswirtschaft.

Milliardenschwere Umschichtung bei Konsumausgaben

Wolfe Research hat konkrete Szenarien durchgerechnet: Sollten die Benzinpreise im Jahresverlauf 2026 im Schnitt um rund 0,50 US-Dollar pro Gallone steigen, würden Konsumausgaben in Höhe von etwa 70 Milliarden US-Dollar von Waren und Dienstleistungen hin zu Energiekosten umgeleitet. Diese Verschiebung entspräche einem Gegenwind von rund 0,2 Prozent für das nominale Bruttoinlandsprodukt (BIP).

Dennoch bleibt Wolfe Research optimistisch. Die Analysten erwarten, dass fiskalische Impulse durch den sogenannten OBBB – ein geplantes US-Steuer- und Ausgabenpaket – die Verbraucher kurzfristig vor den Auswirkungen höherer Benzinpreise schützen werden.

Deeskalation erwartet, Märkte bleiben nervös

An den Aktienmärkten dürften kurzfristig weiterhin Schlagzeilen rund um den Energiekonflikt für Volatilität sorgen. Wolfe Research und die Mehrheit der Marktteilnehmer rechnen jedoch damit, dass der aktuelle geopolitische Konflikt in den kommenden Wochen deutlich deeskalieren wird – mit der Folge sinkender Benzinpreise.

Für die mittelfristige Konsumentwicklung setzt Wolfe Research auf drei Stützen: die laufenden Steuerrückerstattungen, positive Vermögenseffekte durch gestiegene Aktien- und Immobilienwerte sowie die demografische Kaufkraft der Babyboomer-Generation. Diese Kombination soll die Konsumausgaben trotz Energiepreisdruck robust halten.

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