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WNBA streicht Cannabis von Verbotsliste – neue Tarifregeln für Spielerinnen

Die WNBA und die Spielerinnengewerkschaft einigten sich auf einen neuen Tarifvertrag mit klaren Cannabis-Regelungen.

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WNBA streicht Cannabis von Verbotsliste – neue Tarifregeln für Spielerinnen

Die Women's National Basketball Association (WNBA) und die WNBA Players Association haben einen neuen Tarifvertrag genehmigt, der Marihuana von der Liste der verbotenen Substanzen streicht. Gleichzeitig legt der Vertrag fest, wie Spielerinnen in Cannabisunternehmen investieren und für diese werben dürfen. Damit vollzieht eine der bedeutendsten Frauensportligen der USA einen klaren Kurswechsel in ihrer Drogenpolitik.

Dieser Schritt reiht sich in eine breitere gesellschaftliche und politische Debatte in den Vereinigten Staaten ein, in der Cannabis zunehmend entkriminalisiert und reguliert wird. Für Profisportlerinnen bedeutet die Neuregelung mehr persönliche Freiheit – sowohl im privaten Konsum als auch bei kommerziellen Engagements in der Cannabisbranche.

Politische Entwicklungen auf Bundesebene

Während die WNBA liberalere Wege geht, zeigt sich auf politischer Ebene ein gemischtes Bild. Der Haushaltsausschuss des US-Repräsentantenhauses verabschiedete einen Finanzierungsentwurf, der Bundesbeamte anweist, Lkw-Fahrer, Flugzeugpiloten und andere Beschäftigte in sicherheitsrelevanten Bereichen weiterhin auf Marihuana zu testen – ungeachtet der laufenden Pläne der Trump-Administration zur Neueinstufung von Cannabis.

Senator James Lankford (R-Oklahoma) und der Vorsitzende des Haushaltsausschusses, Jodey Arrington (R-Texas), wandten sich zudem in einem Schreiben an Finanzminister Scott Bessent. Sie äußerten sich „besorgt" darüber, dass Cannabisunternehmen im Zuge einer möglichen Neueinstufung Anspruch auf Steuererleichterungen erhalten könnten. Konkret geht es um den Wegfall der sogenannten 280E-Strafsteuer, die Cannabisunternehmen bislang erheblich belastet und von üblichen Steuerabzügen ausschließt.

Alabama startet Verkauf – fünf Jahre nach der Legalisierung

Ein historischer Meilenstein wurde in Alabama erreicht: Der Verkauf von medizinischem Cannabis hat dort endlich begonnen – fünf Jahre nachdem die Gesetzgeber des Bundesstaates die entsprechende Legalisierung verabschiedet hatten. Die lange Verzögerung verdeutlicht, wie komplex die Umsetzung von Cannabis-Gesetzen in der Praxis sein kann.

Im benachbarten Louisiana trat ebenfalls eine neue Regelung in Kraft: Gouverneur Jeff Landry (R) ließ einen Gesetzentwurf ohne seine Unterschrift in Kraft treten, der es Patienten mit unheilbaren und irreversiblen Erkrankungen erlaubt, medizinisches Cannabis in Krankenhäusern zu verwenden.

Psychedelika und internationale Entwicklungen

Über Cannabis hinaus gibt es auch bei Psychedelika Bewegung: Der Gouverneur von Connecticut, Ned Lamont (D), unterzeichnete ein Gesetz zur Ausweitung eines psychedelischen Pilotprogramms. In Erwartung einer bundesstaatlichen Zulassung von Psilocybin oder MDMA können nun alle Erwachsenen teilnehmen, die die entsprechenden Kriterien erfüllen – bislang war die Teilnahme auf Veteranen, pensionierte Ersthelfer und Mitarbeiter im Gesundheitswesen beschränkt.

International schlägt die Regierung von New South Wales in Australien Gesetze vor, die Patienten, die medizinisches Cannabis konsumieren, vor Anklagen wegen Fahrens unter Drogeneinfluss schützen sollen. Dies zeigt, dass der Umgang mit medizinischem Cannabis auch im Straßenverkehrsrecht weltweit neu bewertet wird.

Wissenschaft: THC und CBD gegen Gebärmutterhalskrebs

Auf wissenschaftlicher Ebene liefert eine neue Studie bemerkenswerte Ergebnisse: Die Kombination von THC und CBD mit dem Chemotherapeutikum Cisplatin führt demnach zu verstärkten Antikrebseffekten. Die Forscher beobachteten dabei eine höhere Selektivität für Gebärmutterhalskrebszellen im Vergleich zu nicht-krebsartigen Zellen, indem Apoptose und Autophagie induziert sowie die DNA-Reparaturkapazität gehemmt wurden. Diese Erkenntnisse könnten langfristig Bedeutung für die Krebsforschung haben.

Insgesamt zeigt die aktuelle Nachrichtenlage rund um Cannabis in den USA ein vielschichtiges Bild: Während Sportverbände und einzelne Bundesstaaten liberalisieren, halten Teile der Politik an restriktiven Maßnahmen fest – besonders dort, wo Sicherheitsinteressen im Vordergrund stehen.

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