WM-Streik abgewendet: SoFi-Stadion-Mitarbeiter einigen sich auf Lohnerhöhung
Rund 2.000 Beschäftigte im SoFi Stadium Los Angeles erzielen kurz vor der WM eine wegweisende Tarifeinigung.

Rund 2.000 Beschäftigte im Gastgewerbe des SoFi Stadiums in Los Angeles haben eine Einigung erzielt, die einen Streik während der Fußball-Weltmeisterschaft voraussichtlich abwenden wird. Die Gewerkschaft Unite Here Local 11 gab die Vereinbarung am Dienstag bekannt. Damit ist eine der größten Arbeitsrechtsauseinandersetzungen im Vorfeld des Turniers vorerst beigelegt.
Im Mittelpunkt der Einigung steht eine deutliche Lohnerhöhung für die am schlechtesten bezahlten Mitarbeiter. Deren Stundenlohn soll von weniger als 28 US-Dollar auf 40 US-Dollar steigen – eine Forderung, die die Gewerkschaft vollständig durchsetzen konnte. Kurt Petersen, Co-Präsident von Unite Here Local 11, zeigte sich entsprechend zufrieden: „Wir haben uns in jedem wichtigen Punkt durchgesetzt, den wir auf den Tisch gebracht haben", erklärte er während einer Pressekonferenz der Gewerkschaft im Stadion.
Streikrecht bleibt auch nach Tarifabschluss bestehen
Die Vereinbarung enthält eine bemerkenswerte Sonderklausel: Die Gewerkschaft behält sich das Recht vor, selbst nach Unterzeichnung eines Tarifvertrags in den Ausstand zu treten. Dieses Recht greift, sollten sich die Beschäftigten während der Weltmeisterschaft durch die Präsenz von Bundes-Einwanderungsbehörden bedroht fühlen. Diese Klausel spiegelt die angespannte politische Lage in den USA rund um das Thema Einwanderung und Abschiebungen wider – ein Thema, das viele Arbeitnehmer im Niedriglohnsektor der Gastronomie direkt betrifft.
Legends Global, der Betreiber der Verpflegungsstände im SoFi Stadium, bestätigte die Einigung mit Local 11. Das Unternehmen erklärte, man freue sich darauf, während der WM-Spiele ein „herausragendes Gasterlebnis zu bieten". Damit signalisiert der Betreiber, dass der Fokus nun vollständig auf die Vorbereitung des Turnierbetriebs gerichtet werden kann.
Bedeutung für die Weltmeisterschaft 2026
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Zur AktienanalyseDas SoFi Stadium in Los Angeles ist einer der bedeutendsten Austragungsorte der Fußball-Weltmeisterschaft 2026, die gemeinsam von den USA, Kanada und Mexiko ausgerichtet wird. Ein Streik von 2.000 Gastgewerbe-Mitarbeitern hätte den Spielbetrieb und die Versorgung der Fans erheblich beeinträchtigen können. Die Einigung kommt daher nicht nur für die Beschäftigten, sondern auch für Veranstalter und Zuschauer zur rechten Zeit.
Für deutsche Fußballfans, die zur WM 2026 in die USA reisen, ist die Entwicklung ein positives Signal: Der Stadionbetrieb im SoFi Stadium dürfte nun reibungslos verlaufen. Die Lohnerhöhung von unter 28 auf 40 US-Dollar pro Stunde – ein Anstieg von mehr als 40 Prozent – zeigt zudem, welche Verhandlungsmacht Gewerkschaften im Umfeld von Großereignissen entfalten können.


