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Wintersturm legt USA und Kanada lahm: 22 Tote, 870.000 ohne Strom

Massiver Kälteeinbruch führt zu Stromausfällen in drei US-Bundesstaaten und Annullierung von fast 18.000 Flügen.

Wintersturm legt USA und Kanada lahm: 22 Tote, 870.000 ohne Strom

Ein schwerer Wintersturm hat den Süden und Osten der USA sowie Teile Kanadas fest im Griff. Der extreme Kälteeinbruch forderte mindestens 22 Menschenleben und führte zu massiven Infrastrukturproblemen. Auf dem Höhepunkt der Krise waren bis zu 870.000 Haushalte ohne Stromversorgung.

Am Dienstagmorgen waren laut der Tracking-Website Poweroutage.com noch über eine halbe Million Menschen in den USA ohne Elektrizität. Besonders hart traf es die Bundesstaaten Mississippi, Tennessee und Louisiana. In Texas, wo es zu einem massiven Blackout gekommen war, läuft die Wiederherstellung der Stromversorgung allmählich an.

Der Flugverkehr brach nahezu vollständig zusammen. Von Samstag bis Montag strichen die Airlines fast 18.000 Flüge, wie die Flugverfolgungs-Website FlightAware meldete. Allein am Sonntag fielen mehr als 11.130 Verbindungen aus – die höchste Zahl seit Beginn der Corona-Pandemie, so die Luftfahrtberatung Cirium.

Massive Einschränkungen bei Airlines

Die großen US-Carrier waren besonders stark betroffen: American Airlines strich 46 Prozent ihres Sonntagsprogramms, JetBlue sogar bis zu 70 Prozent. An mehreren Flughäfen kam der Betrieb praktisch zum Erliegen. Über 90 Prozent der Flüge von LaGuardia, Reagan National und Philadelphia wurden am Sonntag annulliert. Tausende Passagiere saßen auf Flughäfen im ganzen Land fest.

Auch Kanada blieb nicht verschont. Am Toronto Pearson Airport wurden in den 24 Stunden ab Sonntagmorgen fast zwei Drittel aller Flüge gestrichen – insgesamt 619 Verbindungen. Die Flughafenbehörden forderten Reisende dringend auf, sich vor Abflug bei ihrer Airline über den Status ihres Fluges zu informieren.

Polarwirbel verschiebt sich nach Süden

Meteorologen führen das extreme Wetterereignis auf eine Verschiebung des Polarwirbels zurück. Warme arktische Gewässer treffen auf kaltes kontinentales Land und drücken die Masse kalter Luft aus der Arktis weit nach Süden. Diese ungewöhnliche Wetterkonstellation führt zu den extremen Temperaturen in normalerweise gemäßigten Regionen der USA.

Die Behörden rechnen damit, dass die Aufräumarbeiten und die vollständige Wiederherstellung der Infrastruktur noch mehrere Tage in Anspruch nehmen werden. Fluggesellschaften arbeiten unter Hochdruck daran, die Flugpläne zu normalisieren und gestrandete Passagiere an ihre Ziele zu bringen.

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