Wintersturm kostet American Airlines 190 Millionen Dollar Gewinn
Heftiger Schneesturm führt zu über 22.000 Flugausfällen in den USA

Ein schwerer Wintersturm hat die US-Luftfahrtbranche hart getroffen und zu massiven Flugausfällen geführt. Analysten von BofA Securities beziffern die Zahl der gestrichenen Flüge bis Donnerstag auf über 22.000 im Haupt- und Regionalnetz der Fluggesellschaften. American Airlines meldete bereits konkrete finanzielle Auswirkungen und bezeichnete das Wetterereignis als das störendste in der Unternehmensgeschichte.
Der Sturm bedeckte weite Teile der zentralen und östlichen USA mit Schnee und Eis. American Airlines musste über 11.000 Flüge streichen und beziffert den Schaden auf rund 0,20 Dollar je Aktie beziehungsweise etwa 190 Millionen Dollar beim Vorsteuergewinn. Das Unternehmen betreibt stark frequentierte Drehkreuze in mehreren vom Sturm betroffenen Märkten.
Unterschiedliche Belastungen für Airlines
Delta Air Lines und United Airlines dürften nach Einschätzung der BofA-Analysten die nächstgrößten Einbußen verzeichnen. Basierend auf der Anzahl der Annullierungen prognostizieren die Experten für Delta einen Gewinnrückgang von etwa 67 Millionen Dollar und für United von rund 53 Millionen Dollar. Die Größe der jeweiligen Flugnetze spielt dabei eine entscheidende Rolle.
Southwest Airlines muss voraussichtlich mit Einbußen von 39 Millionen Dollar rechnen, während JetBlue mit etwa 20 Millionen Dollar belastet wird. Regionale Carrier wie Alaska Air, Frontier Airlines und Allegiant kommen glimpflicher davon, da sie eine geringere Präsenz im vom Sturm betroffenen Nordosten aufweisen.
Auswirkungen auf Quartalsergebnisse
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Zur AktienanalyseDie BofA-Analysten bewerten die finanziellen Folgen auf Ganzjahresbasis als überschaubar. Allerdings könnten die Ergebnisse des ersten Quartals deutlich beeinträchtigt werden. Der breitere Aktienmarkt neigt dazu, über kurzfristige wetterbedingte Störungen hinwegzusehen und konzentriert sich auf die langfristige Geschäftsentwicklung der Unternehmen.
American Airlines ist bislang die einzige Fluggesellschaft, die konkrete Zahlen zu den Sturmauswirkungen veröffentlicht hat. Die anderen Airlines dürften in ihren kommenden Quartalsberichten ebenfalls detaillierte Angaben zu den wetterbedingten Belastungen machen.


