Wintersturm in den USA verursacht 6,7 Milliarden Dollar Versicherungsschäden
Katastrophenmodellierungsfirma KCC beziffert die versicherten Schäden des Januar-Sturms auf Milliardenhöhe

Der schwere Wintersturm, der im Januar über den Osten und Süden der USA zog, hat versicherte Schäden in Höhe von 6,7 Milliarden Dollar verursacht. Dies geht aus einer Schätzung der Katastrophenrisikomodellierungsfirma Karen Clark and Company (KCC) hervor. Der Sturm brachte starken Schneefall, Graupel und gefrierenden Regen mit sich, was zu massiven Stromausfällen, gefährlichen Straßenverhältnissen und erheblichen Beeinträchtigungen des Flugverkehrs führte.
Analysten des Maklerhauses UBS ordnen den aktuellen Sturm als einen der schadenträchtigsten der jüngeren Vergangenheit ein. Das am ehesten vergleichbare Ereignis sei der Wintersturm von 2021, der Katastrophenschäden zwischen 15 und 20 Milliarden Dollar für die Versicherungsbranche verursachte. Präsident Donald Trump hatte den Januar-Sturm als "historisch" bezeichnet und föderale Notstandserklärungen für ein Dutzend Bundesstaaten genehmigt, hauptsächlich im mittleren Süden. Insgesamt riefen 17 Bundesstaaten und der District of Columbia Wetter-Notstände aus.
Stromausfälle und Infrastrukturschäden
Laut KCC fällte das Eis Bäume und riss Stromleitungen herunter, was zu weitreichenden Stromausfällen von Ost-Texas bis Kentucky sowie im Süden von New Mexico führte. Die höchsten Ausfallraten pro Kunde traten in einem Streifen auf, der sich von Nord-Louisiana über Nord-Mississippi bis nach West-Tennessee erstreckte. Besonders betroffen waren mehr als 30 Bundesstaaten, wobei Texas und Tennessee die größten geschätzten Verluste verzeichneten.
Zusätzlich zu den Schäden an der Infrastruktur meldete das Unternehmen erhebliche Verluste durch geplatzte Rohre. Diese Schäden waren besonders in den südlichen und südöstlichen Bundesstaaten ausgeprägt, wo Gebäude im Allgemeinen schlechter für extreme Kälte ausgerüstet sind als in nördlicheren Regionen.
Steigende Belastung für Versicherer
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Zur AktienanalyseKatastrophenschäden sind in den letzten Jahren stark angestiegen und belasten die Gewinne der Versicherungsbranche erheblich. Versicherer sehen sich mit hohen Auszahlungen für Sachschäden, Betriebsunterbrechungen und Haftpflichtansprüchen konfrontiert. Laut einer Studie von Swiss Re werden die jährlichen globalen versicherten Schäden aus Naturkatastrophen voraussichtlich im Jahr 2025 rund 107 Milliarden Dollar erreichen, angetrieben durch die Waldbrände in Los Angeles und schwere konvektive Stürme in Teilen der USA.
Die aktuellen Schadenszahlen unterstreichen die wachsende finanzielle Belastung durch Extremwetterereignisse für die Versicherungswirtschaft. Für Anleger in diesem Sektor bedeutet dies weiterhin erhöhte Volatilität und Druck auf die Profitabilität der Unternehmen.


