Wilhelmshaven: Zoll beschlagnahmt Kokain im Wert von 500 Millionen Euro
Deutsche Zollbeamte entdeckten über acht Tonnen Kokain, das als Kakaobohnen getarnt in einem Container versteckt war.

Deutsche Behörden haben am Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven mehr als acht Tonnen Kokain sichergestellt. Der geschätzte Straßenverkaufswert der beschlagnahmten Drogen beläuft sich auf rund 500 Millionen Euro – umgerechnet etwa 581 Millionen US-Dollar. Es handelt sich um einen der größten Drogenfunde Deutschlands der letzten Jahre.
Der Container war im Februar aus Westafrika in dem Nordseehafen eingetroffen. Als offizielles Ziel der Lieferung war Spanien angegeben. Deklariert wurde die Fracht als gewöhnliche Kakaobohnen – ein klassisches Tarnszenario im internationalen Drogenhandel.
Röntgenuntersuchung deckte Unregelmäßigkeiten auf
Zollbeamte am Jade-Weser-Port führten eine Röntgenuntersuchung des verdächtigen Containers durch. Dabei ergab die Inspektion der als Kakaobohnen deklarierten Ladung laut einer Mitteilung vom Mittwoch „mehrere Unregelmäßigkeiten". Diese Auffälligkeiten führten zur genaueren Überprüfung und schließlich zur Entdeckung der versteckten Drogen.
Der Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven ist Deutschlands einziger Tiefwasserhafen und einer der bedeutendsten Umschlagplätze für Güter aus Übersee. Aufgrund seiner Größe und des hohen Containeraufkommens gilt er als strategisch wichtiger Knotenpunkt – auch für Schmuggler, die auf die schiere Menge an Containern setzen, um Kontrollen zu umgehen.
Einer der größten Drogenfunde der jüngeren Geschichte
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Zur AktienanalyseDie Behörden stufen den Fund als einen der bedeutendsten Kokainfunde in Deutschland der vergangenen Jahre ein. Kokain wird häufig in Häfen über Westafrika als Transitroute nach Europa eingeschmuggelt. Die Tarnung als landwirtschaftliche Güter wie Kakaobohnen, Bananen oder andere Lebensmittel ist dabei eine bekannte Methode organisierter Drogenkriminalität.
Der Fall unterstreicht die Bedeutung moderner Kontrolltechnologien wie Röntgenscanner im Kampf gegen den internationalen Drogenhandel. Zollbehörden setzen zunehmend auf technische Hilfsmittel, um die wachsende Zahl von Containern effizient und dennoch gründlich zu überprüfen. Ohne den Einsatz solcher Geräte wäre ein Fund dieser Größenordnung kaum möglich gewesen.


