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Wilhelmshaven: Das erste LNG-Terminal in Deutschland ist fertig

Erstes Schiff soll hier Mitte Dezember anlegen

Wilhelmshaven: Das erste LNG-Terminal in Deutschland ist fertig

Heute wird in Wilhelmshaven die bundesweit erste Anlegestelle zur Aufnahme von verflüssigtem Erdgas (LNG) fertiggestellt. Die Arbeiten hatten im Mai begonnen. Das erste Schiff wird voraussichtlich Mitte Dezember eintreffen.

Heute Vormittag werden bei einer Schiffsbesichtigung unter Leitung des niedersächsischen Wirtschaftsministers Olaf Lies (SPD), der beteiligten Unternehmen und Vertretern von Niedersachsen Ports die Besonderheiten des Bauwerks vorgestellt. Die "Höegh Esperanza", das erste Schiff, das die Bundesrepublik für die LNG-Anlandung angeheuert hat, soll Mitte Dezember am LNG-Terminal festmachen. Das Terminal liegt südlich des Außenhafens von Hooksiel am Jadefahrwasser.

Aufgrund beschleunigter Genehmigungsverfahren waren die Arbeiten am LNG-Terminal so zügig vorangekommen. Die neue Anlegestelle wurde ebenfalls auf einem bestehenden Pier gebaut. Der erste Pfahl wurde am 5. Mai im Beisein des deutschen Wirtschaftsministers Robert Habeck (Grüne) gerammt. Die Mole ist nach über 200 Tagen fertiggestellt.

In Stade, Brunsbüttel (Schleswig-Holstein) und Lubmin werden weitere schwimmende LNG-Terminals gebaut (Mecklenburg-Vorpommern). Mitte Oktober unterzeichnete die Bundesregierung außerdem einen Vertrag für die fünfte staatliche LNG-Anlage. Ab Herbst 2023 wird Wilhelmshaven sie nutzen. In Wilhelmshaven sollen gleichzeitig die Rahmenbedingungen für ein dauerhaftes Terminal für die Anlandung von grünem Wasserstoff geschaffen werden. Niedersachsens grüner Umweltminister Christian Meyer antwortete: "Ich habe große Zweifel, ob wir überhaupt so viel fossiles Gas brauchen", als er von der "Nordwest-Zeitung" gefragt wurde, ob ein drittes Terminal überhaupt notwendig sei. Er sagte weiter, dass wir schneller von importierten fossilen Brennstoffen unabhängig werden würden, wenn erneuerbare Energiequellen ausgebaut würden.

Als er die LNG-Terminals plante, erntete sein Vorgänger Olaf Lies heftige Kritik von Umweltgruppen. Sie forderten den Betreiber Uniper auf, aus Sorge vor Schäden durch gefährliche Abwässer auf den Einsatz von Chlor zur Desinfektion der Anlagen zu verzichten. Die Deutsche Umwelthilfe kritisierte zum Beispiel, dass Uniper erhebliche Mengen an Bioziden verwendet, die in der Nähe des Nationalparks Wattenmeer und in der Nähe von Badestränden eingeleitet werden. Es wird keinen Umweltrabatt geben, erklärte der neue Umweltminister Meyer am Montag. Er erklärte, dass es eine genaue Beobachtung geben wird. "Wenn Grenzwerte überschritten werden oder die Umwelt gefährdet ist, müssen Gegenmaßnahmen ergriffen werden."

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