Wetter belastet Kohleproduktion von Whitehaven
Ausrutscher in Queensland, Geräteausfälle in Narrabri, Preisdruck durch knapperes Angebot erwartet

Whitehaven Coal hat mitgeteilt, dass Wetterbedingungen in naher Zukunft sowohl auf die Preise für metallurgische als auch thermische Kohle Druck ausüben könnten. Das australische Unternehmen verzeichnete im dritten Quartal einen Rückgang der Kohleproduktion um fünf Prozent im Vergleich zum Vorquartal. Die Produktion übertraf dennoch die Erwartungen der Analysten. Insbesondere im nordöstlichen Bundesstaat Queensland kam es im Märzquartal zu heftigen Regenfällen, die die Betriebsabläufe beeinflussten.
Das Unternehmen erklärte, dass wetterbedingte Störungen in der Versorgung und mögliche Kürzungen beim Angebot einen Aufwärtsdruck auf die Kohlepreise auslösen könnten. Thermische Kohle ist das Hauptprodukt von Whitehaven und wird zur Stromerzeugung eingesetzt, während metallurgische Kohle in der Stahlproduktion verwendet wird. Die verwaltete Run-of-Mine-Produktion (ROM) belief sich im Quartal bis zum 31. März auf 9,2 Millionen Tonnen, verglichen mit 9,7 Millionen Tonnen im Vorquartal. Die tatsächliche Produktion lag damit über der Konsensschätzung von Visible Alpha in Höhe von 8,5 Millionen Tonnen.
Die Narrabri-Mine, die einzige unterirdische Betriebsstätte von Whitehaven, verzeichnete einen Rückgang der ROM-Produktion um 31 Prozent. Ursache hierfür waren Geräteausfälle, deren Behebung Zeit in Anspruch nahm und zu einer geringeren Fördermenge führte. Die Sanierungsarbeiten in der Mine begannen im April und sollen etwa acht Wochen andauern. Dies wird laut Unternehmen zu niedrigeren Produktions- und Verkaufszahlen in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres 2025 führen.
Die Betriebe in Queensland, zu denen die Minen Daunia und Blackwater gehören, wiesen im Märzquartal einen Rückgang der ROM-Produktion um drei Prozent auf insgesamt 4,5 Millionen Tonnen auf. Besonders stark betroffen war die Daunia-Mine mit einem Produktionsrückgang von 18 Prozent gegenüber dem Vorquartal, was hauptsächlich auf die starken Regenfälle in Queensland zurückgeführt wurde. Die Blackwater-Mine hingegen konnte sich den wetterbedingten Schwierigkeiten weitgehend entziehen und erzielte eine gesteigerte Kohleproduktion im Vergleich zum Vorquartal.
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Zur AktienanalyseWhitehaven hatte die Minen Daunia und Blackwater im Jahr 2024 vom Bergbaukonzern BHP für 4,1 Milliarden US-Dollar übernommen. Die Aktien des Unternehmens stiegen um 3,8 Prozent und erreichten damit ein Zwei-Wochen-Hoch.


