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Western Digital und Seagate profitieren von KI-Boom

Rekordgewinne und langfristige Aufträge treiben Datenspeicherhersteller an die Börsenspitze

Western Digital und Seagate profitieren von KI-Boom

Die Aktien der Datenspeicherhersteller Western Digital und Seagate haben im Jahr 2025 einen außergewöhnlichen Höhenflug erlebt. Getrieben durch die weltweit stark gestiegene Nachfrage nach Speicherlösungen für künstliche Intelligenz, gehören beide Unternehmen zu den größten Gewinnern an den US-Börsen. Seit Jahresbeginn sind ihre Aktienkurse um mehr als 200 Prozent gestiegen und erreichten zuletzt neue Rekordstände.

Western Digital legte am Freitag erneut zweistellig zu, nachdem das Unternehmen für das zweite Quartal Ergebnisse in Aussicht stellte, die über den Erwartungen der Analysten liegen. Nach Einschätzung von J.P. Morgan-Analysten spiegelt die hohe Zahl an gesicherten Aufträgen bis ins Jahr 2026 wider, dass Großkunden ihre Speicherreserven langfristig absichern, um Engpässe in Zeiten wachsender KI-Nachfrage zu vermeiden.

Auch der Konkurrent Seagate Technology zeigte eine starke Entwicklung. Das Unternehmen rechnet im laufenden Quartal ebenfalls mit höheren Umsätzen und Gewinnen als erwartet. Die Aktie legte in der laufenden Woche um über 22 Prozent zu und gewann am Freitag weitere 1,1 Prozent. Seagate und Western Digital sind damit nach Robinhood die größten prozentualen Gewinner im S&P 500 des Jahres 2025.

Der kleinere Wettbewerber Sandisk, der im Februar von Western Digital abgespalten wurde, profitierte ebenfalls stark von der Marktdynamik. Der Kurs des Unternehmens stieg seit dem Börsengang um das Fünffache und legte am Freitag nochmals um 3,6 Prozent zu. Sandisk wird seine Geschäftszahlen am 6. November vorlegen.

Das Segment „Technology Hardware, Storage and Peripherals“ des S&P 1500 erreichte am Freitag mit einem Zuwachs von über 12 Prozent seit Jahresbeginn einen neuen Höchststand. Auch die großen Technologiekonzerne Alphabet, Microsoft, Meta und Amazon erhöhen ihre Investitionen in Rechenzentren und Chips erheblich, um den steigenden Bedarf an Rechenleistung für KI-Anwendungen zu decken. Laut Schätzungen von Goldman Sachs könnte das weltweite Infrastrukturvolumen im Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz bis 2030 auf bis zu vier Billionen US-Dollar anwachsen.

Martin Frandsen, Portfoliomanager bei Principal Asset Management, erklärte, dass vor wenigen Jahren kaum jemand den Zusammenhang zwischen KI und Festplattenherstellern gesehen habe. Die Entwicklung zeige, wie stark sich die technologische Landschaft durch den globalen KI-Ausbau verändert habe.

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