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Weltraumaktien: Rocket Lab und Co. als SpaceX-Alternativen

Der bevorstehende SpaceX-Börsengang lenkt den Blick auf weitere börsennotierte Raumfahrtunternehmen mit interessanten Geschäftsmodellen.

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Weltraumaktien: Rocket Lab und Co. als SpaceX-Alternativen

Der Börsengang von SpaceX in diesem Monat gibt Anlegern erstmals die Möglichkeit, direkt auf die wachsende Weltraumwirtschaft zu setzen. Doch die Notierung des Elon-Musk-Unternehmens rückt gleichzeitig eine breitere Palette börsennotierter Raumfahrtunternehmen ins Rampenlicht. Keines davon verfügt über den Bekanntheitsgrad von SpaceX – doch einige weisen interessante Geschäftsmodelle und erhebliches Wachstumspotenzial auf.

Eines der bemerkenswertesten Unternehmen in diesem Segment ist Rocket Lab (Ticker: RKLB), notiert an der Nasdaq. Das Unternehmen gehört zu den wenigen weltweit, die Raketen tatsächlich in die Erdumlaufbahn befördern können – wenn auch in kleinerem Maßstab als SpaceX. Dieser Umstand verschafft Rocket Lab und seinen direkten Wettbewerbern einen automatischen Vorteil gegenüber anderen Akteuren im Weltraumsektor: Es ist schlicht und ergreifend schwierig, Objekte in den Orbit zu bringen.

Die Geschichte gescheiterter Versuche ist lang. Viele börsennotierte Unternehmen – von Virgin Orbital bis Astra – sind an dieser Herausforderung gescheitert. Auch einige größere private Unternehmen hatten erhebliche Schwierigkeiten, zuletzt Blue Origin, das Raumfahrtunternehmen von Amazon-Gründer Jeff Bezos.

Rocket Lab: Vom Kleinstarter zum Mittelklasse-Anbieter

Rocket Lab wurde vor zwei Jahrzehnten in Neuseeland gegründet und hat seinen Sitz heute in Kalifornien. Das Unternehmen hat bislang 88 Raketen mit geringer Nutzlast vorwiegend in die niedrige Erdumlaufbahn (LEO) geschossen. Lediglich vier Starts schlugen fehl, der letzte davon im Jahr 2023 – eine bemerkenswert hohe Erfolgsquote in einer technisch extrem anspruchsvollen Branche.

Doch Rocket Lab gibt sich nicht damit zufrieden, dauerhaft der kleine Bruder von SpaceX zu bleiben. Unter der Leitung von Ingenieur und Autodidakt Peter Beck plant das Unternehmen, noch in diesem Jahr seine erste sogenannte mittelschwere Trägerrakete zu starten. Diese neue Rakete namens Neutron soll Nutzlasten von bis zu 13 Tonnen befördern können – ein bedeutender Schritt nach oben.

Kostenvergleich: Rocket Lab vs. SpaceX

Der Schritt in die Mittelklasse ist strategisch wichtig, denn er soll Rocket Lab helfen, bei den Kosten besser mit SpaceX zu konkurrieren. Zum Vergleich: Die Falcon Heavy von SpaceX kann fast 64 Tonnen in die niedrige Erdumlaufbahn befördern und hält die Kosten pro Kilogramm Fracht bei rund 1.500 US-Dollar. Die neue Neutron-Rakete von Rocket Lab soll etwa 4.000 US-Dollar pro Kilogramm kosten.

Das ist zwar kein Niedrigpreis, liegt aber in etwa auf Augenhöhe mit einigen Versionen der bewährten Falcon-9-Rakete von SpaceX. Für Kunden, die keine Kapazitäten der Falcon Heavy benötigen, könnte Rocket Lab damit eine ernstzunehmende Alternative werden.

Für deutsche Privatanleger, die von der wachsenden Weltraumwirtschaft profitieren möchten, bietet der Sektor damit mehr Möglichkeiten als nur den mit Spannung erwarteten SpaceX-Börsengang. Börsennotierte Unternehmen wie Rocket Lab ermöglichen bereits heute eine Beteiligung an diesem Zukunftsmarkt – mit unterschiedlichen Risiko- und Chancenprofilen.

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